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Zoll - und Mauthwesen
trieben, bringt, weil es den Gewinn der Producenten verrohen Stoffe theils durchden wegen des Ausfuhrverbots erniedrigten Preis vermindert, theils die Ausgabeder Consumenten der Manufacturwaaren durch den wegen ihres Einfuhrverbotserhöheten Preis derselben vermehrt. Beides vermehrt nur die Einnahmen der in;ländlichen Manufacturisten auf Kosten der Producenten und Consumenten derrohen Produkte, vermehrt aber auf keine Weise die Nationaleinnahme. Die Woll;und Honferzeuger bekommen nun weniger für ihre Wolle und ihren Hanf, und dieneuen Manufaclurherren und Manufacturarbeiter erhalten vielleicht einen etwasgrößer» Gewinn und Lohn für die neue Anwendung ihrer Capitale und ihrer Ar-beit, als bei ihrem alten Geschäfte, welches sie verlassen haben. Diesen Mehr-gewinn aber müssen die Consumenten bezahlen, dadurch aber werden sie nothwendigverhindert, noch ebenso viel Produkte andrer Art zu kaufen als bisher. Ist imLande Gelegenheit, die rohen Producte immer mehr zu vermehren, und ist aufAbnahme derselben vom Auslande zu rechnen, so werden Capitale und Hände derVermehrung derselben zufiußen, und der Werth, welchen das Ausland dafürzahlt, wird vollkommen zureichen, die fremde Manufacturarbeir, welche das Landnöthig hat, damit'auszugleichen, ja das Land wird einen größer» Überschuß desWerths behalten, als wenn dessen Einwohner gezwungen würden, sie statt ihrerbisherigen productiven Beschäftigung selbst zu verrichten. Es ist ein Irrthum,wenn man glaubt, durch dergleichen Maßregeln die inländische Arbeit zu vermehren;man bringt nur einen Wechsel oder eine Veränderung der bisherigen Beschäfti-gungsarten hervor. Die Zwangsmaßregel erzeugt weder neue Arbeiter noch neueCapitale, sie lockt beide bloß von ihrer bisherigen Beschäftigung weg und zieht siezu einer neuen an. Gäbe eS müßige Hände und müßige Capitale im Lande, welchebei der Erzeugung verrohen Producte oder bei andern im Lande blühenden Gewer-ben kein Ünterkominen mehr finden können, so werden diese von selbst diejenigenManufackurzweige ergreifen, welche im Lande am vortheikhaftesten betrieben wer-den können. Da die Unternehmer die rohen Producte in der Nähe haben, die be-sten Preise ablauern können, und der nahe Debil ihnen mehr Vortheil versprichtals. den entfernter» Ausländern, welche erst das rohe Material aus unserm Landeholen und es verarbeitet uns wieder zuführen müssen: so werden diese von selbstdiejenigen Manufackurzweige ergreifen, welche im Lande am vortheilhastestcn be-trieben werden können. Sie haben vor den Ausländern so viele Vortheile voraus,daß sie einer weitern Begünstigung nicht bedürfen. Endlich c) kann die Ursache,weßhalb die bei uns wachsenden rohen LLloffe nicht in größerer Menge bei uns ver-arbeitet werden, auch darin liegen, weil in den Ländern, wo Absatz unserer Fabrik-waaren zu erwarten wäre, deren Einfuhrverboten ist, und man hält es deßhalbfür zweckmäßig, ihnen die Erlangung unserer rohen Stoffe für ihre Fabriken zu er-schweren, sowie sie den unserigen zu billigen Preisen zu sichern, damit diese wenig-stens mehr Gelegenheit haben, eine gewinnvolle Beschäftigung zu finden. Aberwerden dir Ausländer nicht ausandern Märkten jene rohen Stoffe finden, die wirihnen entziehen, und werden wir uns nicht durch eine solche Erschwerung des aus-ländischen Debits der rohen Stoffe einen doppelten Schlag zuziehen, indem unssowol der ausländische Debit solcher Waare als d,ren Verarbeitung entgeht? RoheStoffe finden immer einen leichtern Vertrieb als Manufacturwaaren. Holt sie dasAusland nicht mehr, so wird die inländische Industrie von selbst desto mehr gereizt,sie zu verarbeiten,
Ebenso unzweckmäßig scheint daher H. die Maxine des Maussystems zusein, die Einfuhr solcher Materialien und Manufacturwaaren zu erschweren, welcheim Lande erzeugt werken können. Denn waruni werden gewisse Materialien undgewisse Manufacturwaaren nicht im Lande erzeugt? — -,) Weil die Hände undCapitalien schon mit andern nützlichen Arbeiten beschäftigt sind. In diesem Falls