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öffentliche Wohl sie ruft. Das Zeigte sich seht für Unterwalden im hellen Lichte: erwirkte hier unablässig als Wohlthäter und Friedensstifter; amtlicher Einfluß, per-sönliches Gewicht, geistige Gewandtheit, gesellschaftliche Haltung, einnehmendesBetrage» vereinigten sich kräftig zu einem und demselben Zweck. Er hat dem Pu-blicum einen Schlüssel über diese merkwürdige Zeit geben wollen in seinen ^Histori-schen Denkwürdigkeiten der schweizerischen StaatSumwälzung". Die ihm ertheilteVollmacht für Unierwalden wurde später auch über die Cantone Uri, Schwyz undZug ausgedehnt: eine Erweiterung des Wirkungskreises, die mit seinem erprobtenVerdienste in einem natürlichen Verhältnisse stand. Seine herzergreifende Auffo-t erung zur Abhülfe des unerträglichen Elends in jenen Gegenden bleibt für immerein schönes Denkmal volksmäßiger Beredtsamkeit. Unter den Produkten jener Zeiterregte seine „Geschichte des Kampfs und Untergangs der Waldcanione" eine vor-zügliche Aufmerksamkeit. 1800 ernannte ihn die Centralregierung in Bern zumRegierungseoinmissair, zugleich gab sie diesem Amte eine besondere Wichtigkeitdurch die Auffoderung, dem ersten Consul Donaparte als Führer über den Bern-hard zu dienen. Z. lehnte sie ab, geleitete aber den Generallieut. Moncey imMai und s-uni 1800 durch Uri über den Gotthard . Hierauf organisirte er, zu-folge der ihm gewordenen Bestimmung, die ital. Schweiz (Canton Lugano undBellinzona ) mit dem möglichst besten Erfolge und füllte den Kreis allgemein ord-nender Thätigkeit so lange aus, bis die von ihm vorgeschlagen n Regierungsstatt-halter und Verwaltungskammern innerhstb der abgesteckten Grenzen die regelmä-ßige Geschäftsführung übernahmen. Bei seiner Rückkehr nach Bern erhob Z.die dringendsten Klagen bei deni französischen Gesandten Reinhard und dem GeneralMattd. Damas, Chef des Generalstabeg der 2. Reservearmee, wegen der vielfa-chen Erpressungen und Willkürl-chkeiren, die damals auf Mass'na's Befehl ver-übt wurden. Mag auch die offene Einrede hier wie an mehren Orten zu spät ge-kommen und im Ganzen fruchtlos geblieben sein, so ehrt sie darum den entschiede-nen Mann nicht weniger, der sie auSsprach. Daß 3. den zuletzt auferlegten Ver-pflichtungen rühmlich nachgekommen war, erklärte die helvetische Regierung still-schweigend, aber offen genug, indem sie ihn zum Regierungsstatthalter des Can-lvnü Basel bestimmte, wo die Bewegungen wegen des Bodenzinses und Zehnteneinen aufrührerischen Charakter angenommen hatten. Bei einer Zusammenrot-tung des bewaffneten Landvolks stürzte er, ohne die Gefahr abzuwägen, mittenunter die gesetzlosen Haufen, die sofort seiner beschwichtigenden Rede wie einemplötzlichen Paniere des Friedens sich fügten. Die neue gesetzliche Ordnung, dereneigenthümlicher Geist ein strenges umfassendes Centrasisiren sein sollte, ging sicht-bar ihrem Ende entgegen; es fehlte ihr an Halt in den unvorbereiieren Gemüthern,überhaupt an einer festen geschichtlichen Grundlage, die bei dem Kampfe der Par-teien und Leidenschaften um so empfindlicher vermißt wurde. Die Centralregie,rung in Bern, mit dem Landammann Aloys Reding an der spitze, richtete vonNeuem ihr Augenmerk auf den abgeschafften Föderalismus, der allerdings in an-dern Zeiten und bei bessern Sitten eine erträgliche Verfassungsform gewesen war,aber unter den Gewaltschritten der Gegenwart und der immer weitergreisenden Ge-müthszersplitterung sich längst selbst überlebt hatte. Z., mißmuthig über denlahmen Gang der Dinge, legte feine Stelle als Statthalter von Basel nieder,damit es nicht scheine, als heiße er durch seine amtliche Mitwirkung die Wieder-herstellung eines Systems gut, gegen das er sich bei verschiedenen Gelegenheitenunzweideutig erklärt hatte. Streng zurückgezogen von den öffentlichen Angelegen-heiten, lebte er von nun an auf dem Schlosse Biberstein im Aargau lediglich sei-nen L eblingswissenschaftcn, während es ringsumher drohte, zuckte und stürmte,bis endlich Bonaparte der schwer daniederliegenden Schweiz einen Zustandder Vermittelung gewährte, der als Glück gelten konnte, im Vergleich mit