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Zuchthäuser
mane, Novellen, Sitkengemälde, kleine historische Darstellungen in wechselndenFormen) übergehen wir; zu mehren Erzeugnissen har er sich nicht öffentlich be-kannt oder sie später aus der Reihe seiner Werke gestrichen. Als Schriftsteller ge-hört Z. zu denen, die nicht sowol eine neue Bahn brechen als das Vorgefundenezweckmäßig nach verschiedenen Richtungen verbreiten, was ihnen etwa an theoreti-scher Tiefe abgeht, durch praktischen Werth ersetzen, stakt der kühnern Auge desGenies eine feste Gesundheit des Geistes darbieten, und so den Vorgängern derMenschheit, obschon in einiger Entfernung, doch mit Kraft, Geschick und Liebenachfolgen. Z.'s litcrarische Thätigkeit gleicht den gesuchten engl. Arbeiten nichtbloß in Absicht auf den sichern Zweck, sondern auch durch ihre bequeme Tüchtigkeit.In dem Kreise der Bürgerpflichten vereinigt er Öffentlichkeit und Häuslichkeit desBetragens aus eine musterhafte Weife; die Erziehung seiner Kinder war ihm vonAnfang und unausgesetzt eine theure Herzensangelegenheit, der er mit Vergnügenauch als Lehrer manche kostbare Stunde opferte. Gegen sein Land, und was lei-der in der fetzigen Schweiz einen starken Unterschied macht, für seinen Cankon, be-wies er sich jederzeit untadelhaft, und er hätte in bessern Zeiten und unter vorzüg-lichern Menschen leicht Größeres gethan. Für den geselligen Unigang entwickelter, in schneidendem Gegensatze mit den Stubengelehrten, eine selten getrübte Mun-terkeit und die beweglichste Gegenwart des Geistes, sodaß se n lebendiges Wortdas geschriebene kräftig vertritt. In der reinen Pflege des Menschlichen, woriner seinen Beruf sieht und seinen Lohn empfindet, kann er bei ungeschwächter Ge-sundheit, einem dauerhaften Körperbau, müßigem Lebensalier und herrschenderGemüthshciterkeit noch manches schöne Jahr den Musen des gesellschaftlichen Be-sten weihen, wozu ihm und sich selbst zahlreiche Verehrer Glück wünschen. EineSammlung seiner Schriften erschien 1825 fg. in lO Bdchn. zu Aarau . Im 1.Bdchn. befinden sich seine lebenSgeschichtlichen Umrisse.
Zuchthäuser. Diese Anstalten sollen ErziehungShäuser für strafbare,aber noch einiger Besserung fähige Mitglieder des menschlichen Geschlechts sein;die Sträflinge sollen darin nicht nur gestraft, sondern auch gebessert werden. In-wiefern dieser doppelte Zweck in unsern Zuchthäusern erreicht werde oder werdenkönne, wird sich in Folgendem zeigen. — Der Zeitpunkt ihrer Entstehung ist un-bekannt. Zu der Zeit, da eine geläuterte Philosophie die Menschen menichlichermachte und den Werth des Menschenlebens schätzen lehrte, hörte man auf, nichtnur wirkliche Verbrechen, sondern auch Dergehungen gröberer Art mit dem Todezu bestrafen, und errichtete Anstalten, in denen die Strafbaren ihre Schuld abbü-ßen mußten, ohne doch der Gesellschaft ganz entzogen zu werden; vielmehr solltensie dereinst gebessert in dieselbe zurücktreten. Bei den Römern war Verbannungdie Strafe für Staatsverbrecher aus den Classen der Bürger, Arbeit in den Berg-werken die Vtrafe für Leibeigene und Sklaven, die sich w chiige Vorsehungen hat-ten zuSchulden kommen lassen. In spaiern Zeiten wurden in den Landern, dieeine Seemacht unterhielten, die Verbrecher auf den Galeeren Angeschmiedet: einGebrauch, der am letzten bei dem Malteserorden, als dieser noch Galeeren hatte, üb-lich war, jetzt aber nicht mehr stattfindet. In andern Ländern wurden sie und wer-den noch jetzt als Knechte des StaatS zu öffentlichen Arbeiten gebraucht. In eini-gen Ländern ist die Deportation der Verbrecher m noch unang, baute Gegenden ent-fernter Provinzen gewöhnlich; so schickte England seine Der bn cher nach Botanybai,Rußland die sämigen nach Sibirien . In England bestand zu Buiy (Südbury) inder Grafschaft Suffolk bereits 1589 ein Zucht- und Arbeitshaus, dessen ReglementMerlan Eden in s. „Geschichte der arbeitenden Classen in England'' erwähnt. Diegewerbfleißige» und speculativen Niederländer gaben uns Deutschen , wc in vielenandern Dingen, so auch darin ein Beispiel, die Kräfte und Fähigkeiten, selbst bö-ser und verdorbener Menschen zu nützl.chen Zwecken zu verwenden. IndernMen-