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Zufall
cker ist nach der Verschiedenheit des Rohzuckers von ungleicher Güte. Je härter undweißer sein Korn ist, desto reiner und theurer ist er, obgleich der feine Zucker nichtmehr als der gröbere versüßt. Die raffinirten Zuckersorten kommen im Handel >nfolgender absteigender Ordnung vor: Canarien- oder Königszucker (weil man ihnfrüher von den canarischen Inseln erhielt oder auS canarischem Rohzucker gewann),Superfeinzucker, Ortinairfein, feine Raffinade, Mittelraffinade, Ordinaiimaffi-nade, feiner kleiner Melis (nach der Insel Malta genannt), feiner großer Melis,ordinair großer Melis, feiner Lumpenzucker, Mittellumpenzucker, ordmair Lumpen-zucker. Der Candiszucker wird aus einer Auflösung von weniger concentrirtem Zu-cker bereitet, die man nach der Abfledung in ein mit Zwirnsäder, durchzogenes ku-pfernes Gesäß gießt, wo dieselbe in der geheizten Darrkammer um die Fäden inKrystallen anschießt. Er ist »ach Beschaffenheit des dazu gebrauchten Zuckers ent-weder weißlich, gelb oder braun,— Aus Ahorn, Trauben, süßen Früch-ten, Mais und Runkelrüben wird der Zucker in der Hauptsache ebenso ge-wonnen, «ls aus Zuckerrohr. Außer dem Zuckcrahorn werden auch derTilberahorn,trrLemeine Ahorn und der Spitzahorn dazu benutzt. Der Zuckerahorn, der in großerMenge in den westlichen Gegenden Nordamerikas wächst, hat die Höhe einer Eicheund muß 20 Jahre wachsen, ehe er seine volle Größe erlangt. Die Bäume werdenvon Ende Jan. bis gegen Ende des März durch den Splint angebohrt, und leiden da-durch keineöw ge, sondern geben nn Gegentheil mehr Saft, je öft.r man sie anbohrt.Ein Baum gibt gewöhnlich 5 — 0 Pf. Zucker, der aus dem Safte entweder durchGefrieren, oder durch Selbstverdünflung, oder gewöhnlich durch Sieden gewonnenwird. Der Ahornzuck, r fleht in keiner Hinsicht unter dem westindischen Rohrzucker.Amerika liefert davon im Durchschnitt jährlich 135 Mill, Pfund, und zwar >, übers. eignen Bedarf. (S. Rush'S „.Icoouul e>t llw tbo^ar-Vl.ippletree. .a»,l tlie»wtlwckr vs obtinuinA irr,,,, >t", Philadelphia 1192, und von Wehr:„Der Ahornzucker", Hanover 1814).— Die Gewinnung desRunkelrübenzu-ckers ist schiv enger. Unter den verschiedenm Abarten des Gewächses ist der weißeMangold (i,«m, eicla!>lln>) das zuckerreichste. DerRunkelrübenzuckir ist jedoch mitunangenehm schmeckenden Theilen so vermischt, daß die Scheidung nicht immer ge-lingt, und der Syrup von dem Übeln Geschmack gar nicht zu befreien ist. Man erhältin der Regel von 100 Pf. Rüben 3 — 4 Pf. Rohzucker. (Vgl. Achard's „Europ.Zuckersabrication aus RunkArübe» rc", Leipz. 1812, 3 Bde., und von Koppy's„Runkelrüvenzuckerfabricaliou", Breslau 1810.) K irchhofls Schrift über Stärke-zucker steht im 4. Bd. der „blömoiies üv l'ao.nlöiii'w ,le 8t.-?elerchourg", undeine faßliche Anleitung zur Bereitung desselben gab Lampadius (Freiberg 1812)heraus. Man nimmt dazu am besten die Stärke aus Kartoffelmehl. In Syrup -form ist der Stäi kezucker in den Hände! gekommen. Er versüßt weit weniger alsRohrzucker, ist aber sonst in s. Eigenschaften deni Traubenzucker gleich und läßt sichauch zu Branntwein und Weinessig benutzen. — Der Zucker ist in trockener Luftbeständig, phosphorescirt beim Reiben im Dunkeln, zersetzt in wässeriger Auflösungdie nie sten Metallsalze, besonders den Grünspan, schmilzt bei einer Temperatur! über 84° Räaumur, zersetzt sich alsdann» färbt sich braun und verkohlt sich zuletzt.
^ Er ist «ing der wirksamsten füulmßwidrigen Mittel und wird in dieser Absicht in der, Haushaltung, besonders auch um Fische einige Tage frisch zu erhalten, gebraucht.
Zufall, 1) in metaphys. Hinsicht. Nach dem Grundsätze, daß jede Er-scheinung ihre Ursache Hot oder durch eine andre Erscheinung bedingt ist, gibt es inder Will keinen reinen Zufall, d. i. kein gründ - und zweckloses Ereigniß. Wir re-,den doier von Zufall nur in subjcckiver Beziehung, nämlich insofern wir den Zu-samnieahang der Zwecke und Ursachen in bestimmten Fällen nicht einzusehen imStand! sind, und las Zufällige ist eine Erscheinung oder' ein Ereigniß, das wir nichtals belingt durch ein Andres erkennen, von welchem wir uns also auch vorstellenCoiuierfacions-Lericon. Bd. All. 3L