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nigfaltigen Aussichten, gewährt die Fahrt auf dem See selbst, die von Allen, die siegemacht haben, gerühmt wird, und von den Dichtern oft besungen worden ist. Sieerzeugt« auch Klopstock's treffliche Ode: „Schön ist, Mutter Natur, deiner Er-findung Pracht'. Auf der kleinen, unweit RapperSwyl gelegenen Insel Ufnau /von welcher aus man eine vortreffliche Aussicht hat, war in einer Capelle das nunzerstörte Grab Ulrichs von Hütten (s. d.), der aus den Stürmen der Welt zu-rückgezogen, 1523 hier starb Die Schifffahrt auf diesem See ist bedeutend, doch'wird sie, der vielen seichten -Vtellen wegen. nur mit kleinen Schiffen , die höchstens250 Ctnr. tragen, betrieben. Unter den 30 Fischarten, die der See ernährt, wer-den vorzüglich die Lachse, Forellen, Aale und Bratfische geschäht. Sowie Zürich 'selbst im Revolutionskriege (1799) ein wichtiger militairischer Punkt war, so wur-de auch der^ee in gleicher Absicht benutzt. Kanonierschaluppen unter dem Befehledes Engländers Williams sollten auf dem See die Unternehmungen der Verbün-deten zu Lande unterstützen.
Zurla (Placidus), Cardinal und GeneralvicariuS des Papstes Leo XU.,geb. im Venetianischen zu Legnago 1759, zum Cardinal ernannt den 16. Mai1823, hat sich durch wissenschaftliche Arbeiten bekanntgemacht. Mehre Jahrewandte er auf die Erforschung der Nachrichten von den Entdeckungen der venetia-nischen Reisenden im 13. und 14. Jahrh., welche ferne Länder aufsuchten unddadurch die Bahn eröffneten, auf welcher Colombo und Vasco de Gama sich un-sterblichen Ruhm erwarben. Er machte das Ergebniß s. Untersuchungen bekanntin s. Abhandlungen über Marco Polo (der bis China vordrang und Japan zuerstkennen lernte) und über einige andre venetianische Reisende (2 Bde., 4., mit na-turhist. Anm. von Rossi, 1823). Er hat darin bewiesen, daß die Brüder Zeni indem nördlichen Theile de- atlant. Meeres Neufundland und andre Küstenstrichevon Nordamerika 100 Jahre vor Colombo entdeckt haben, und daß die skandinavi-schen Völker noch 1380 mit der neuen Welt in Verbindung standen, die sie schonvon 980 — 1000 n. Chr. hatten kennen lernen. Die Zeni sammelten ihre Nach-richten aufder Insel Friesland, wo auch Colombo, nach der Versicherung s. «ohnesFerdinand, um Erkundigungen einzuziehen, gewesen sein soll. Buache hielt dieseInsel für die Färoer. Z. theilt uns auch die alte venetianische Charte mit, welchemanche Angaben der isländ. Saga bestätigt. Außerdem hat dieser gelehrte Car-dinal über die Reisen des Cadamosto und des Rionciniotti in Ostafrika besondereAbhandlungen geschrieben. Mehre Jahre mit der obersten Leitung der Propa-ganda beauftragt, hat Z. seine au« den Acten derselben geschöpfte» Bemerkungen»n einer Rede über die Vortheile, welche die Wissenschaften, insbesondere die Geo-graphie, der christlichen Religion verdanken (Rom 1823), mitgetheilt.
Zurlo (Giuseppe, Graf), ein berühmter Italien . Staatsmann, war 1759zu Neapel geb. Alte Literatur und Philosophie beschäftigten ihn schon in einemfrühen Alter, und er entwickelte schnell seine glücklichen Anlagen. Sein FreundFilangieri riech ihm, sich dem Staatsdienste zu widpien. Man wollte ihn bei einerauswärtigen Gesandtschaft anstellen, allein edelmüthig schlug er dafür einen seinerFreunde vor, der diesen Posten zu erhalten wünschte. Als die Regierung sich be-mühte, den unglücklichen Folgen des Erdbebens vom I. 1783 abzuhelfen, undMänner von anerkannten Verdiensten an die Spitze der verheerten Provinzen rief,war Z. dem Vicar des Königs als Rathgeber zugeordnet. Die großen Talente undschönen Eigenschaften, die er hier entwickelte, gründeten f. Ruf. Von nun an trater in wichtige Richterstellen und wurde 1798 zum Finanzminister berufen. Auszarter Rücksicht für s. Vorgänger lehnte Z. diese Ernennung ab, ohne jedoch seine»Rath zur Verbesserung des Finanzzustandes seinem Vaterland« zu entziehen. Alsbald darauf der Hof nach Sicilien flüchten mußte, ließ der König ihn zur Vermal--lung der Finanzen zurück. Seine Thätigkeit war von kurzer Dauer. Das Volk,