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Türke» und Griechenland <1825) ;
Herr v. Minziacky, der nun als ruff. Geschäftsträger auftrat, kündigte die naheAnkunft eines bevollmächtigten ruff. Gesandten, des Marguis de Ribeaupierre,an; allein bald rückten wieder neue Truppen in die Fürstenlhümer ein; denn fort-während standen noch über 100,000 M. ruff. Truppen marschfertig an der Grenze.
Der Feldzug von 1825 ward mit Ibrahim Paschas Landung inMorca eröffnet, während Reschid Pascha Missolunghi belagerte, und der KapudanPascha beide mit seiner Flotte unterstützte. In dieser Gesahr wurde Griechenland von seinen eignen Kapitanis verlassen. Ibrahim Pascha landete nämlich ungehin-dert am 22. Febr. 1825 mit 1500 M. zwischen Koron und Moton, und ver-stärkte sich im Anfang des März auf 12.000 M. Sein Heer war durch europäi-sche Taktik, franz. Anführer, die Waffe des Bajonets und eine gee bnete Reitereiden Hellenen weit gefährlicher als die undisciplinirten Scharen der'Türken. So-fort begann Ibrahim dieBelagerung von Navarino , dem Schlüsselzuin Innern desPeloponneS . Vergebens griff MtaultS Mit seiner Flotte i» der Nacht vom 12. zum13. Mai die feinkliche Flotte an, wo er eine ägyptische Fregatte, 2§orvetten, 3Briggs und mehre Transportschiffe verbrannte. Vergebens that MaurokordatoSmit persönlicher Gefahr Alles, um den Muth der auf cas Äußerste gebrachten Be-satzung von Navarino zu beleben. Konduriotis fand, als er zum Entsatz auf derLandseite heraneilte, keinen Gehorsam. Die Kapitanis weigerten sich, den Hy-drioten und der Regierung Folge zu leisten, und ihre Umhäligkeit war Schuld,daß Navarino am 18. Mai capitulirte, worauf Ibrahim unaufgehalten gegenTripolizza vordrang. In dieser Noth sah sich die Regierung genöthigt, den altenKlephtie - Anführer vem Berge Otenvs, Kolokowonis, nebst allen seinen Anhän-gern zu begnadigen, und ihm, nachdem er feierlich Treue und Gehorsam angelobthaue, den Oberbefehl im PeloponneS zu übertragen. Dies geschah ani Ende desMais 1825. Unterdessen war auch Reschid Pascha, nachdem er bei Salona dieGriech.n geschlagen haue, in Akarnanien und Aekolieit eingedrungen. Daraufbegann am 22. April die dritte Belagerung von M-ssolunghi und Anawliko. Al-lein der Kapudan Pascha langte nicht zeitig genug an, um den Angriff von der See-seite her zu unterstützen. Er verlor im Mai bei Eapo d'Oro gegen den griech. Ad-miral Sachttiris mehre Schiffe und erreichte Moton erst am Ende dieses Monats.Unterdessen hatte Ibrahim bereits Kalamata genommen und Tripolizza , das die'Griechen vor ihrem Abzüge anzündeten, besetzt. Er drang hierauf nach allen Sei-tten hm zerstörend vor und erreichte sogar Argos. Auch Naupüa wurde von ihmchedroht. Allein nach einem Gefechte bei den Mühlen , 2 Stunden von der Haupt->ladt, mußte er sich unter fortwäln enden Gefechten mit Kolokotronis's Scharen bisTripolizza zurückziehen. Dies blieb derMiiielpunkt seiner Unternehmungen. Dac uf seine Auffoderung, sich zu unterwerfen, um Schutz zu finden, auch nicht eingriech. DorfGehorsam leistete, so li ß er Astes verwüsten, die Männer nieder-hauen, die Weiber und Kinder aber als Lklaven nach Agrpren führen.
Glänzender bewährte sich der Heldengeist der Hellenen in MissolunghiSVertheidigung. Di, Besatzung wies alle Auffoderungen sränkifcherVermittler zurÜbergabe von sich. Noto Boisaris stand an der Spitze der Tapfern; der mehrtägigeSturm, den die Türken mit 85,000 M. zu Lande und mir 4000 zu Wasser unter-nahmen, ward am 2. Aug. 1825 gänzlich zurückgeschlagen. Die Türken verlorenfllüOO M. Während des Sturmes traf auch Miauns ein, verbrannte mehre türk.Schiffe und zwang die Flotte zum Rückzüge. Die Belagerung ward am 12.Oct.18il5, fünfihalb Monat nach Eröffnung der Laufgräben, aufgehoben; seitdemfand nur eine Einschließung stall. Dagegen breitete Ibrahim Pascha seine Waf-fen immer weiter aus. Die hellenische Regierung befand sich in der größien Ge-fahr. Sie halte selbst in England be, den Hülfsvereinen fast alles Vertrauen ver-loren, weil die Gelder- der engl. Anleihe mchlzweckmäßig angewendet worden waren.