Band 
[Erster Theil. - Dritter Theil.]
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Einleitung.

nigstens der Hauptgegenstände aus den hiervon an-geführten Wissenschaften.

Dies im Allgemeinen.

Um diejenigen, die es noch nicht so weit mit dem Stande derForstwissenschaft wähnen, von der Nothwendigkeit obiger Anfor-derungen zu überzeugen, möge Nachstehendes folgen.

1. Bedarf der Forstmann bei Waldvermessungen,Taxation, Betriebsregulirung, Wirthschastseinrichtung rc. derMathematik, als unentbehrliches Mittel.

Daraus ist ihm nothwendig:s) die Arithmetik und Algebra,b) Die Geometrie, und Stereometrie,e) dieForstmeßkunst, und

ä) die niedere Mechanik auf feste und flüssige Körper*).

2. Aus den Reichen der Natur sind ihm wie schon er-wähnt zu wissen nöthig:

s) die Bodenkunde. Sie macht ihn mit den Mineralienbekannt, welche als Bestandtheile des Waldbodens dasWachsthum der Holzgewächse begünstigen oder demselbennachtheilig sind.

b) Die Botanik. Wenigstens in Bezug auf Holzpflanzen,und die schädlichen Forstunkräuter, ist sie dem Forstmannebenso nothwendig als dem Bergmann die Kenntniß seinerMineralien; ohne genauere Bekanntschaft mit der Naturseiner Holzgewächse wird er wenig leisten.

c) DieThierkunde, vorzüglich die der schädlichen Thiere, alsJnsecten rc. ist dem Forstmanne von großem Nutzen, da er ohneKenntniß derselben seine Wälder nie richtig beschützen kann.

ä) Die Physik handelt von den Kräften in der Natur, diesich allendhalben, daher auch auf das Leben der Forstpflanzenthätig beweisen.

e) Die Chemie endlich ist dem Forstmann in so weit eine

') Dies für den praktischen Forstwirth. Der Forstgelehrte hingegeninLge sich mit den höhern Abtheilungen der gesammten Mathematik'beschäftigen.

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