Band 
[Erster Theil. - Dritter Theil.]
Seite
10
JPEG-Download
 

10

Einleitun g.

neu man die Oberaufsicht anvertraute, und wovon es einigen, diefür das.Wohl ihres anvertrauten Gutes glühten, durch unermüde-ten Fleiß, Nachdenken und Verwirklichen ihrer Ideen gelang, nachund nach zu dem Grade von Vollkommenheit hinanzukommen, inwelchem wir es heutigen Tages kennen.

Ungeachtet dieser in vielen Orten emporgekommenen Höhedieses Staatswirthschastszweiges, giebt es doch noch mehrere Ge-genden, wo die Forstwirthschaft noch in ihrer völligen Kindheitangetroffen wird, und wo man mit der fortschreitenden Vervoll-kommnung dieses jetzt so wichtig gewordenen Faches nicht nurnicht mitgeht, sondern entweder beim alten Schlendrian verbleibt,oder gar noch in dem alten, rohen Urzustand zurück ist.

Ueberblicken wir alles Vorhingesagte, so ergiebt sich, daß dieForstwissenschaft von ungemeiner Ausdehnung und Wichtigkeit ist,und nicht wenig Kopf dazu erforderlich ist, um alles in sie Einschla-gende gehörig aufzufassen, zu prüfen, richtig zu beurtheilen undzunächst die zweckmäßigste Anwendung davon zu machen.

Man soll daher nur solche junge Männer zur Erlernung derForstwissenschaft bestimmen, die als helle Köpfe bekannt sind, undselbe nicht jedem, wie leider nur zu oft geschieht'beschränk-tem Talente, als gleichsam zu nichts Besserem mehr tauglich, auf-dringen wollen; in dem irrigen Wahne:Der Betrieb derForstwirthschaft erfordre nur einen robusten Kör-perbau, um die damit verbundenen Strapazen aus-halten zu können, und wissenschaftliche Bildungkomme hierbei nicht sehr in Betracht." Wiever-kehrt, wie ganz verkehrt aber ist diese Ansicht! Daher aber'auchdie, von derlei ausgerüsteten Forstleuten betriebene Verwirth-schastung der Waldungen einen unübersehbaren Nachtheil, jaUnersetzlichen Verlust zur Folge hat. Ganze Wälder veröden dem-nach oft unter der Verwaltung eines solchen robusten Forstlaufers.

Um die Forstwirthschaft in der Beziehung, wie es der Zweckdieses Werkes will, wissenschaftlich verbunden mit der Angabe