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Erster Band. A bis Bl.
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Aerostatik Affe

wurde zu Meudon, unweit Paris , ein aürostatisches Institut zur Bildung einesAeronautencorpS angelegt, dessen Bestimmung die Leitung der Lustbälle bei denArmeen war, mittelst welcher man den Feind zu beobachten versuchte. Aber auchvon diesem Gebrauch der Ailrostaten kam man bald zurück, der wie jeder andrehöchst mißlich bleibt, so lange die Maschine dem Winde folgen muß. — Unterden Franzosen haben Blanchard und Garnerin die meisten Luftreifen unternom-men; unter den Deutschen war Professor Iungiuü in Berlin 1805 und 1806 dererste. Seitdem haben sich Professor Reichard und seine Frau durch Lustschifffahr-ten bekanntgemacht. Auch in Konstantinopel unternahmen 1802 die EngländerBarly und Devigne, auf den Wunsch und die Kosten des Großherrn, eine Lust-reise. Ein wesentliches Verdienst um die Aöronautik hat sich Blanchard durch dieErfindung des Fallschirms erworben, dessen sich der Lustschiffer im Nothfall bedient,um sich ohne Gefahr aus der Luft herabzulassen. Vgl. Kramp's „Geschichte derAerostatik" (Strasb. 1784, 2 Bde.) und die später daselbst erschienenen An-hänge, sowie Zachariä'S „Elemente der Luftschwimmkunst" (Wittenb. 1807).

Aerostatik, eigentlich die Lehre vom Gleichgewicht der Luft, sowol fürsich als mit andern Körpern; seit der Erfindung der Luftbälle haben Einigeineinem eingeschränkten Sinne bloß die Lehre von den Apostaten so genannt,welche passender Aäronautik heißt. (S. d. vor. Art.)

Affe, ein Thiergeschlecht von 62 Abarten, abgetheilt -,) in schwanzlose, 4Species; b) mit kurzen Schwänen, 16 Species; ,-)„ mit langen Schwänzen,42 Species. Kein andres Thier hak so viele äußere Ähnlichkeit mit dem Men-schen, besonders im Bau der Glieder, vermöge dessen die Affen auf den Hinter-beinen aufrecht zu gehen vermögen. Nur einige Gattungen schließen sich gern demMenschen an. Alle Affen sind wollüstig, boshaft, diebisch und unreinlich. Inder Zähmung mildert man wol diese Eigenthümlichkeiten, hebt solche aber niemalsganz. Einige Species haben Beutel, in welchen sie Nahrungsmittel zum künf-tigen Gebrauch mit sich führen. Sie leben gern in Gesellschaft, jedoch ohne Ver-mischung der einzelnen Species unter einander, in Wäldern, und hauptsächlich vonNahrung aus dem Pflanzenreich; je aromatischer, desto lieber ist sie ihnen. Weilsie vierarmig sind, so vermögen sie mit Leichtigkeit Bäume zu erklimmen und sichvon einem Stamm und dessen Zweigen auf den andern zu schwingen. Aus demThierreiche genießen sie nur im Nothfall. Die großen Schlangen der Tropenlän-der sind ihre Hauptfeinde, verfolgen sie bis auf die Bäume und verschlingen siedort; doch vertilgen auch manche der vierfüßigen Raubthiere die Affen. Ihr Haupt-vaterland ist das Innere von Afrika . Dort bildete sich das Affengeschlecht am voll-kommensten aus. Alle heiße Gegenden haben wilde Affen. Zn Europa Hausen sienur allein noch auf den unerklimmbaren Felsen und Absenkungen von Gibraltar .Nicht alle folgten also den Mauren, als sie nach Afrika heimkehrten. Mit denMauren scheinen sie nach Spanien übergewandert zu sein. In einigen Theilen-Ostindiens verehrt man die Affen göttlich und erbaut ihnen Tempel, — Oken'S„Naturgeschichte für Schulen" ordnet die Affen, Classe 13, Sinnen-Ordnung35, Zunft 16, als Ohren-Bolke, und theilt sie nach den 5 Sinnen in 5 Sipp-schaften. 1) Hautaffe (bon.ur), Vaterland die 3 alten Welttheile; katzenartig,meistens mit langen Schwänzen, runden Köpfen, spitziger Schnauze und unvoll-kommenen Händen, 5 Zehen, meistens mit stachen Nägeln und einer Klaue an derHintern Zeigzehe, Zahl der Zähne unbeständig, bald mit 2, bald mit 4 Zitzenauf der Brust. 2) Zungen-Affe sOebn»), Vaterland das Tropenland in Amerika .Kopf rundlich, Zähne angeschlossen, Scheidewand der Nase breit, Nasenlöchernach der Seite gekehrt, das Ölesicht fast haarlos und Ohren, Brustzitzen 2,Schwanz lang, kleine Gesäßschwielen und Backentaschen. 3) Nasen-Affe (Ov-nooe^lnrlus), Vaterland die 3 alten Welttheile. Starke Affen mit mäßigen