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Polyembryonie und Keimung von Caelebogyne : ein Nachtrag zu der Abhandlung über Parthenogenesis bei Pflanzen / von A. Braun
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typie im strengen Sinne als Erhaltung der individuellen Eigenschaften, sogehört die Parlhenogenesis der Bienen ihr nicht an.

2) Bei der Kreuzung verschiedener Racen erhält sich inden Drohnen der Racencharacter der Königin, wenn dieseselbst von reiner Race ist, während die weibliche Nachkom-menschaft eine gemischte ist. Wenn man dem Begriff der Individuali-tät eine weitere Fassung giebt, indem man die Sorte, Race oder Varietätals individuelle Darstellung der Species bezeichnet, so kann man in diesemlaxeren Sinne das angeführte Verhalten als ein zelotypisches bezeichnen, wo-bei jedoch zu bemerken ist, dafs in diesem Verhalten durchaus nichts für dieParlhenogenesis Eigentümliches oder von den Gesetzen der geschlechtli-chen Fortpflanzung Abweichendes liegt, denn im Thierreich, wie im Pflan-zenreich, erhalten sich Racen, welche überhaupt haltbar sind, auch bei ehe-licher Fortpflanzung rein, wenn keine fremdartige Einmischung hinzukommt.Dafs eine Mischlings - oder Bastardbefruchtung auf den Theil der Nachkom-menschaft nicht wirkt, der nicht davon berührt wird, ist natürlich.

3) Königinen von gemischter Ra^e bringen eine ge-mischte Drohnenbrut, die theil weise zur einen, theilweise zuranderen Stammra^e zurückkehrt, hervor. Diese Erscheinunggeht auch über die Zelotypie im weiteren Sinne hinaus und fällt ganz unterRadlkofers Definition der idiotypischen Fortpflanzung, durch weiche,wie es am Schlufs derselben heilst, meist die ursprünglichen Qualitäten derSpecies in reinerem Typus wieder hergestellt werden.

Bestände, wie Radlkofer annimmt, ein nothwendiger Zusammen-hang zwischen zelotypischer und geschechtsloser Fortpflanzung einerseits,idiotypischer und geschlechtlicher anderseits, so mül'sle aus den wenigenAnhaltspunkten, welche die Parlhenogenesis bis jetzt bietet, im Vergleichmit der Radlkoferschen Behauptung gerade das Gegentheil geschlossenwerden. Allein die ganze Voraussetzung dieser Beweisführung ist nichtig,denn eine nothwendige und ausschliefsliche Verbindung der Zelotypie undIdiotypie mit den verschiedenen Formen der Fortpflanzung ist in der Na-tur überhaupt nicht vorhanden. Es ist wahr, dafs die ungeschlechtlicheFortpflanzung meist zelotypisch ist, dagegen kann nicht behauptet wer-den, dafs die geschlechtliche Fortpflanzung regelmäfsig oder auch nur meis-tentheils idiotypisclie Formen erzeuge. Es geschieht dies bei ihr wohl