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Diese Anordnung hat sich durch die Erfahrung als eine ganzunzweckmässige herausgestellt, da die scharfe Kaute der Pflaster-steine längs der Spurkranzrinne nie im Stande ist, der Abnutzung zuwiderstehen. In Folge der starken Schläge, welche die über denSchienenkopf passirenden Räder der gewöhnlichen Fuhrwerke aufdiese Kante ausüben, springt solche ab und es nimmt die Weiteund Tiefe der Rinne fortwährend zu; die Fuhrwerke versinkenimmer mehr in derselben und können schliesslich beim Ausweichennur mit Mühe auf den Schienenkopf aufsteigen. Bei einfacherChaussirung ist die Sache noch schlimmer, da hier das Kiesmaterialden Schlägen der Räder noch geringeren Widerstand leistet, so dasseine um so tiefere Rinne entsteht.
Wirklich sieht man sich denn auch in Stuttgart genöthigt eineFlansche an die Schienen anzunieten, um so eine eigentliche Rinnen-schiene zu bilden.
Bei dem dritten System wurde vorgeschlagen, statt der An-bringung einer Rinne, den ganzen Raum des Geleises zwischen denbeiden Laufschienen um den Vorsprung der Spurkränze tiefer zulegen; dieser Vorschlag hat namentlich seine Berechtigung, wennauch gewöhnliche Bahnwagen das Geleise befahren sollen. Wieleicht einzusehen, verursacht aber hier das Herunterfallen der Rädervon dem Schienenkopf in den vertieften Geleiseraum noch stärkereSchläge auf das Pflaster als bei den andern Systemen und damiteine so starke Abnutzung und Vertiefung, dass das Aufsteigen derRäder aus dieser Vertiefung auf die Schienen, also das Verlassendes Geleiseraumes beim Ausweichen sehr schwierig, ja fast unmög-lich und für die Fuhrwerke gefährlich wird.
Es ist also auch diese Anordnung für den gewöhnlichen Ver-kehr sehr lästig und in bebauten Quartieren unzulässig, und bleibtsomit als einzig erträgliches System die Anordnung schmalerRinnen, welche aber die Verwendung gewöhnlicherEisenbahnwagen ganz a u s s c h 1 i e s s t.
Als zweiten nachtheiligen Einfluss des Geleises auf die Strassen-fläehe bezeichnen wir die Einführung eines Materials von verschie-dener Härte.
Die Oberfläche der Strassen unterliegt bei Pflaster wie beiChaussirung einer ununterbrochenen Abnutzung. Wenn schon dasPflaster ziemlich unveränderlich scheint, können wir doch jetzt schon