r4
Zweiter Abschnitt.
Allgemeine Formel für das Gleichgewicht eines gewissen Systemsvon Kräften nebst ihrem Gebrauch.
i) >^as allgemeine Gesetz des Gleichgewichts bey den Maschinenist, daß die Kräfte sich verkehrt verhalten wie die Geschwindigkeiten derPunkte, worauf sie angebracht.sind, wo diese nach der Direktion dieserKräfte geschätzt werden.
Zn diesem Gesetze besteht das des Bestrebens nach Geschwindig-keit, ein Grundsatz der schon seit langer Zeit für den Fundamentalsatzdes Gleichgewichts erkannt worden ist, so wie wir im vorigen Ab-schnitte gezeigt haben, und den man folglich als eine Art von Ariom inder Mechanik ansehen kann.
Um diesen Satz in eine Formel zu bringen; so wollen wir anneh-men, die Kräfte die nach gegebenen Linien würken, seyen un-
ter einander im Gleichgewicht. Wir wollen uns ferner von den Punkten,worauf diese Kräfte angebracht sind, gerade einander gleiche Linien p g r rc.in den Direktionen dieser Kräfte gezogen vorstellen; und allgemein durchäp 6g 6c rc. die Variationen oder Differentialien dieser Linien , insofernsie von einer unendlich geringen Veränderung in der Stellung der ver-schiedenen Körper oder Punkte des Systems entspringen können, aus-drücken.
Es ist klar, daß diese Differentialien die Räume ausdrucken werden,die die Kräfte k,0» k., rc. in einem Augenblick durchlaufen, d. h. die Ge-schwindigkeiten dieser Kräfte nach ihren Direktionen geschätzt.
Dies