mögen nun in Zirkelbogen oder in Kegelschnitten geschehn; und die Besinn-mung dieser neuen Oscillationen ist eine Aufgabe, die noch nie vollkommenund für Pendel von jeder Figur aufgelöst war' Aus dieser Ursache habeich mich hier damit abgegeben.
Siebenter Abschnitt.
Von den Grundlehren der Hydrodynamik.
je Bestimmung der Bewegung flüssiger Körper ist der Gegenstandder Hydrodynamik; die Hydraulik hingegen, wie sie gewöhnlich ist,
schränkt sich blos auf die Kunst das Wasser zu leiten, und es zur Bewe-gung der Maschienen zu gebrauchen, ein. Man hat diese Kunst seit jeherwegen des Nutzens, den sie gewährt, betrieben, und die Alten warendarin, nachdem, was sie uns darüber hinterlassen haben, zu urtheilen,eben so sehr Meister als wir.
Die Hydrodynamik aber ist eine ganz neue im gegenwärtigen Jahr-hundert erst entstandene Wissenschaft. Newton versuchte es zuerst, dieBewegung flüssiger Körper nach den Principien der Mechanik den, Calkulzu unterwerfen; und D'Alemberc brachte zuerst die wahren Gesetze ihrerBewegung auf analytische Gleichungen. Archimedes und Gal-läus(denn die Zwischenzeit, die zwischen diesen beiden großen Köpfen verfloß,Verschwindet, ln d§r Geschichte, der Mechanik) hatten sich nur mit demGleichgewichte der flüssigen Massen beschäftigt. Torricelli sing an dieBewegung des Wassers zu untersuchen, das aus einer sehr kleinen Oef-nuttg eines Gefäßes laust. Er fand, daß wenn man dem Ausfall einevertikale Richtung gäbe, derselbe allezeit beinah die Horizontal-Ebenedes Wassers-im Gefäße erreiche, und da man vermuthen kann, daß ersie vollkommen erreichen werde, wenn die Resistenz der Luft, „nd di§Reibungen wegsielen; so zog Torricelli daraus den Schluß, daß die Ge-