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§• * 9 -
Heber die Mifchung des Bodens, den man zum Anbau der Runkelrüben bejlhnmt.
Eia jeder fruchtbarer Weizentragender Boden, der eine tiefe.Bearbeitung geftat-tei, eignet fielt vorzüglich feiner Mifchung nach zum Anbau zuckerreicher Runkelrü-ben; jedoch nnifs er nicht fo viel Bindung Ixaben, dafs er bey dürrer Witterung zulehr erhärtet, und dadurch die mit dem fortfehreitenden Wachsthume der Rüben ver-bundene Ausdehnung derfelben nach allen Seitenwegen des Widerfiandes, den erfolchen entgegen fetzt, unmöglich macht, oder zu felir erfchwert, welches nicht al-lein die Folge hat, dafs die Rüben klein bleiben, fondern auch, dafs ihre Kopie,deren Ausdehnung nichts widerlteht, und die zurZuckerfabrikation unbrauchbar lind,licli aufUnkolien der Bildung des eigentlichen markigen Theils der Wurzeln, vergrö-fsern, und über den Boden hervor treten.
§• 3o.
Ein etwas bindender aus Sand und Lehm gemifchter, in Cultur und guter Dün-gung erhaltener Boden ([iialilicirt lieh auch, wenn er gleich zum ergiebigen Weizeti-bau hcii nicht eignen follte, zum Anb.au zuckerreicher Runkelrühen , und ich habeauf einem folchen Boden den Rübenbau mit Erfolg betrieben. Ein guter Mittelkorn-boden kann zwar auch zum Runkelrübenbau angewendet werden, befonders, wenner in gutem Diinguiigszuliamle ift, eine Unterlage von Lehm hat, die ihn gegen zuleichte Ausdiirnmg fclüitzt, und nur etwas bindend: iit; jedoeh liebt er dem Weizen-tragenden Boden darinn nach, dafs auf lolchem der Ertrag der Riilxm an Quantitätgeringer aiisfiillt. Vortheilhafter bleibt es allo immer, da wo Lokalität; es zu lü Ist-, ei-nen Weizentragenden Boden z.uni Anbau der Runkelrüben zu wählen, ob gleich mitgeringerem Vortheil ein Mittelkornboden zu Anpflanzung der Runkelrüben, die zurZuckerfabrikation tauglich weiden feilen, auch angewendet werden kann.
§• 3i.
Ein fündiger Boden, deines ganz an Bindung fehlt, fo wie ein jed'r zu fehr durch-lafliger Boden, wenn er gleich durch Düngung zur Fruchtbarkeit gezwungen wird,ift dennoch zum Anhau der Runkelrüben nicht anwendbar, weil er zu fchneil aus-trocknet.
Ein Moor- und Torfartiger Boden qualifi'cirt fich ganz und gar nicht zum Anbauder Runkelrüben; viele Proben haben mich davon überzeugt, weih ich es wiederho-