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Die europäische Zuckerfabrikation aus Runkelrüben in Verbindung mit der Bereitung des Brandweins, des Rums, des Essigs und eines Coffee-Surrogats aus ihren Abfällen / beschrieben und mit Kupfern erläutert durch ihren Urheber Franz Carl Achard
Entstehung
Seite
48
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Weil man mit der Bearbeitung des Ackers früher angefangen hat, fo findet manfchon «ugericlitete Ackerbeete, bey deren Anpilanzungfolgendergefiak verfahren wird.Mit einem Tab. I. Fig. 14. abgebildeien Pilanzltock, defienTheil, a b unten fiumpf zuge-fpitzl Ift, der einen Zoll in der Dicke hat, und dabey fo lang ift, als die Bilanzen w eitvon einander gepflanzt werden , wird durch den Druck der rechten .Hand, des Pflan-zers, auf die Mille des darauf im rechten Winkel befehligten Querholtzes, c d, wel-ches lo lang wie a b feynmuls, ein Loch fenkrecht in den Acker fo tief eingedrückt,als die Wurtzeln der auszupllanzenden Pflanzen lang find. Hierauf zieht der Pflanzerden Stock fenkrecht heraus, nimmt mit der finken Hand eine Pflanze aus einem klei-nen lTamlkorbe der damit angefüllt ilt, und den er hey fiel) führt, hält diele zu pflan-zende Pflanze zwilchen dem Daum und Zeigefinger der linken Hand an das Kraut,und fteckt die Wurtzel von der er die äufserlte Spitze'abkneipt, gerade in das mitdem Pfianzftock gemachte LocJi dergelialt ein, dafs die Spitze nicht an die Seiten-winde des Lochs anfiöfst und fielt dadurch krümmt, fondern, dals fie fenkrecht in ge-rader Richtung zu flohen kommt, und fo eingefetzt w r ird, dals die Pflanze noch umetwas wetiiges tiefer im Boden zu ftehen kommt, als fie auf dem PH anzenbeet ftand,jedoch nicht fo tief, tlafs der Boden das Herz ganz bedeckt, hierauf flicht er denPflanzenliock in fchiefer von dev Pflanze ölten abgehender Richtung in den Boden, et-wa in der Entfernung eines Zolls von dem Loch, worein die Wurzel der Pflanze eiu-gebraeht ilt , nur fo tief, dafs die Spitze des Pflanzfiocks unter der Spitze der Wur-zel zu ft eiten kommt, alsdann drückt er den Stock, indem er ihn nach der Pflanzebewegt, gegen Jblche, wodurch der Boden gleichförmig an die Wurzel ihrer ganzenLänge nach, dergeflalt überall angelegt wird, dafs lie ihre gerade Richimig nach un-ten behält. Nach gefchelrenem Andrücken des Bodens an der Wurzel, wird derPflanzfiock in gerader■Richtung aus der Erde gezogen, und das Loch, das er zurückJäiVt, mittelft der Spitze des Stocks, mit Boden verl’chüllet.

§. tot.

Die Pflanzen worden in neun Zoll von einander abfiehenden, der Länge dos Beetsnach laufenden Linien, und in eben der Weite auseinander gepflanzt. Um dieleGleichheit der Entfernungen leicht zu treflen, bedient man fielt’ des Pflanzfiocks,delfen Länge -ab* fo wie die Länge des Querflocks e< 7 , auf welchen man mit der II anddrückt, um ihn in den Boden einzubringen, neun Zoll beträgt, und der all'o zurleichten AhmelTung der Stellen, wo der Pflanzer die Pflanzen einpflanzen muls, lehranwendbar ift. In den neben einander laufenden Linien, auf welchen die Pflanzennach der Länge der Beete eingepflanzt werden, w r erden fie fo gefetzt, dal's fie nichtgerade gegenüber zu flehen kommen, fondern, fo wie es die 131c Figur vorftellt,