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Die Torfwirthschaft im Fichtelgebirge / von Heinrich Christoph Moser
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85
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bringen sey. Je nachdem ein Torfmoor durch den irrsich habenden Wassergehalt mehr oder weniger aufge-schwemmt ist, wird auch der Abgang durch das Zer-bröckeln und Eintrocknen des Torfs mehr oder wenigerbetragen. In seltenen Fallen wird aber dieser Abgangweniger als 60 Procent betragen, und in der Regel istdie getrocknete nutzbare Torfmasse, welche aus 100 Cu-birfuß Torfland gestochen werden kann, zu Z5 bis 40Cubikfuß in Anschlag zu bringen.

Diese hier vorgetragenen Taxatkonssatze haben sichdurch vielfältige Erfahrungen bewahrt gefunden, und ichselbst hatte Gelegenheit solche bei Torstarationsgeschastenzu prüfen. So sind z. B. im Jahre 1520 aus demTorfmoor im königlichen Forstrevier Weissenstadt 84,58SCubikfuße an Torfmasse in regulären Torfgraben aus-gestochen und davon 245 r/z Klafter, oder Z0/Y12 Cu-bikfuße vollkommen ausgetrockneten Torf zum Verkauferlangt worden. Es sind daher von wo Cubikfuß frischgestochener Torfmasse z6 5/6 Cubikfuße an nutzbarerTorfmasse übrig geblieben, und der unvermeidliche Ab-gang durch das Eintrocknen und Zerbröckeln des Torfsist zu 65 z/s Procent in Anschlag zu bringen. Im Jahre1821, wo bekanntlich ein sehr nasses Jahr einfiel, wel-ches dem Torfstich sehr hinderlich war, und wobei eingroßer Theil des ausgestocherten Torfs durch das be-ständige Regenwetter zerweicht und zu einer breiartigenMasse zerfallen ist, wurde auf demselben Torfmoor einStück Torfiand von ic>4,5Zs Cubikfuße ausgestochen,wovon nicht mehr als z 1,500 Cubikfuße an nutzbarerTorfmasse zu gute gemacht werden konnten. Ein Stück