IV
Vorbericht.
wie unentbehrlich die Kenntnisse der che-mischen und physikalischen Grundsätze demFärber sind, man hat sich überzeugt daßdiese Kunst ganz auf Chemie beruht, unddaß nur durch ihre Hülfe an reelle Fort-schritte zu denken ist.
Mit den frühesten Zeiten sind eineMenge Farbebücher geschrieben worden,und noch täglich häuft sich ihre Anzahl.Allein die meisten enthalten nichts als Wie-derholungen des Guten und Schlechten,des Wahren und Falschen ohne Auswahl,ohne Prüfung. Nur erst in den neuestenZeiten trat der rühmlichst bekannte GelehrteHermbstävt in Berlin auf, und theilteuns ein Buch (Grundriß der Farbe-kunst rc.) mit, daS die erste gründlichesystematische Anleitung zu dieser Kunst ent-hielt, und dessen sich der Verfasser auchbei seinem Unterricht über diesen Gegen-stand als Leitfadens bediente. Diele Schriftist klassisch zu nennen, und hat gewiß meh-rern Nutzen gestiftet als der BänderreicheGülich u. a. m.
Gegenwärtiges Buch ist größtentheilsnach einem ähnlichen Plan wie das Hermb-städtsche Werk bearbeitet, und mit wenig