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Bon den Säuren und den darausentspringenden Salzen.
§- 5ll.
Wir werden hier nur diejenige» Säurenabhandeln, von denen zum Theil schon Anwen-dung in der Fäcbekunst gemacht worden ist, zumTheil auch noch zu erwarten steht daß in derFolge noch nützliche Anwendungen gemacht wer-den dürften. Es ist nicht zu läugncn, daß nochmanche Säure z. D. die Chromsäure eine sehrnützliche Anwendung verspricht, allein da sie zurZeit noch so selten vorkömmt, daß kaum derChemiker sich mit ihren vorzüglichsten Eigenschaf-ten hat bekannt machen können, so ist nicht zuerwarten, daß sie so bald ein Gegenstand derFarbekunst werden kann.
Von der Schwefelsäure und ihren Ver-bindungen.
§- 512 .
Die S —vefclsäure ist eine Zusammensetzungaus Schwefel und Sauerstoff, und zwar enthältsie im reinen (und trocknen Zustande angenom-men, so wie sie in mehrern Salzen enthaltenist) 43 Theile Schwefel und 57 Theile Sauer-stoff. Für sich allein kann sie aber nicht imtrocknen Zustande dargestellt werden, sondern ent-hält immer noch bald mehr bald weniger Wasserz. B. eine Schwefelsaure von i, 85 o specifischenGewicht enthalt 74 Theile eigentliche Säure,und 26 Theile Wasser.