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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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»der beruhet vielmehr, wie sich in der Folge er-geben wird, ganz auf denselben Grundsätzen.Indem wir nähmlich irgend einen farbclosen Ge-genstand vermittelst eines Stoffes zur Erregungfarbichter Erscheinungen vorbereiten, oder ihnfärben, kann dieses auf mehrfache Art geschehen,und zwar: einmahl, wenn die Oberfläche desganzen Körpers zur Erscheinung einer bestimmtenund gleichförmigen Farbe vorbereitet wird, unddann ist der Erfolg Färben im eigentlichenSinne des Wort-; zweitens indem der farbeloseKörper nur an einzelnen Stellen zur Erregunggleichartiger oder auch ungleichartiger Farben zu-gerichtet wird, und in diesem Falle heißt dieveranlassende Arbeit Drucken. Also blos inAnwendung und Ausübung der dabei zum Grun-de liegenden Regeln ist Färbckunst und Zeug-druckerkunst verschieden, in Hinsicht der Ursachenaber, worauf sich ihre Erfolge gründen, sind sieunzertrennlich verbunden. Die Druckerei ist inder Ausübung freilich künstlicher und mühsamerals die Färberei, weil sie heterogene d. h. ver-schiedenartige Farben auf den färbenden Zeugenveranlaßt, dahingegen die Färberei nur homogened. h. gleichartige Farben bcendzweckt. Da derDrucker auf den Zeugen auch Bilder von be-stimmten Umrissen hervorbringt, so nähert sichdie Zeugdruckerkunst in dieser Hinsicht der Ma-lerkunst.

Physische Lehre von den Farben.

§. 9.

Bei einer gründlichen Behandlung der Fär-bekunst entstehet zuerst die Frage: was der na-