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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
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Körper. Es entstehen nach seiner Meinung da«durch Schläge auf den Acther, die sich, wieWellen im Wasser, nach allen Seiten verbreiten,und dadurch wird im Auge die Empfindung desSeh ns auf eine ähnliche Art bewirkt, wie durchdie Schwingungen der Luft die Empfindung desHörens im Ohre erzeugt wird. Das Licht seyalso dem Schalle ähnlich. Man nennt die ersteMeinung das Emanationsr oder Emis«sions«System, die zweite das Dibrations«oder Schwingungs« System. Das erstehat bei den Naturforschern den meisten Beifallgefunden, und es lassen sich auch alle bet demLichte vorkommende Erscheinungen weit natür«ltcher und einfacher aus demselben, als aus demandern, erklären.

Wenn man nun annimmt, daß den Erschet«nungen, die beim Sehen vorkommen, ein wirk«licher Stoff zum Grunde liege, so sind die Phy«siker doch wieder zweierlei Meinung, indem einigediesen Stoff als einen ganz eigenthümlichen vonallen andern verschiedenen Stoff annehmen, undihn Lichtste ff, Lichtmaterie nennen; anderehingegen glauben, daß er mit dem Wärme«st off einerlei sey, weil in den meisten Fällen da,wo Licht ist, auch Wärme entwickelt wird.

Doch zum Glück kommt bei der weiter»Untersuchung der Gesehe, denen das Licht folgt,nichts darauf an, welche Vorstellung man sichvon der Natur des Lichts selbst macht, sonderndie Gesetze seiner Bewegung bleiben hei allenverschiedenen Systemen dieselben. Mit diesenGesehen müssen wir UNS etwas näher bekanntmachen.