wer, fange ihn aber, ehe er die Wand erreicht,mit einem ebenen Spiegel auf, so daß der Licht»strahl senkrecht auf den Spiegel füllt, so wirder in sich selbst wieder zurückgehen. Wenn mauaber dem Spiegel eine solche Richtung gibt, daßder Lichtstrahl unter einem schiefen Winkel, wiez. B. OL (Fig. i.) auf unter dem WinkelOL-4., einfällt, so wird sich von dem Punkte L.wo er einfiel, ein zweiter Lichtstrahl LL bilden,der von dem Punkte 6 des Spiegels ausgehetund mit dem ersten Strahl VL einen WinkelOLL macht. Diese Veränderung, welche in derRichtung eines Lichtstrahls vorgehet, heißt dieZur ückwerfung, Zurückstrahluug, Re<flexion.
Da der Spiegel zugleich glatt ist, so wer«den die Lichtstrahlen in derselben Ordnung zu»rückgeworfen, in weicher sie einfielen, und daherzeigen sie dem Auge auf dem Spiegel ein Bilddes Gegenstandes, von dem sie herkommen. Diesfindet bei rauhen Flächen nicht statt; von ihnenwird das Licht so unordentlich und in so verschic»denen Richtungen zurückgeworfen, daß das Augeauf ihnen keine Bilder der Gegenstände siehet,sondern nur Erleuchtung bemerkt, wodurch dieFläche selbst sichtbar wird.
§. 24.
Um das Gesetz, nach welchem die Zurück»lverfung der Lichtstrahlen geschiehet, genauer zubestimmen, muß man folgende Ausdrücke oderBenennungen merken:
L6 (Fig. i.) sey der Planspiegel, so heißtder Lichtstrahl OL, welcher von einem leuchten»