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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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62
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§. 68 .

Es kann geschehen, daß ein ^örpek die un-gleichartigen Strahlen, welche er zurückwirft,zugleich durch die Theilchen an seiner Oberflächebricht; dann erscheint er in verschiedenen Stel-lungen gegen das Auge von verschiedenen Farben;jede Stellung erzeugt ein Farbcnspicl, welchesbei einer andern Stellung verschwindet um neuenFarbenspielen Platz zu machen. Dies nenntman das Schillern, z. B. die schillerndenPapillons, die Federn am Halse der Tauben,die Pfauen- und Papageienfedern u. d. gl.

tz. 69.

Es gibt auch Körper, die andere Strahlenreflectiren als sie durchlassen; diese erscheinendann beim reflektieren Lichte anders als beimgebrochenen. Z. B. die Luft der Atmosphärelaßt zwar das meiste weiße Licht hindurch, re-flektier aber doch auch blaues Licht, und siehetdaher in diesem refiektirten Lichte blau aus. —Hier ist besonders der Aufguß des GrteßholzcsiHnotura lizni nepliritic!) merkwürdig; die-ser erscheint nach dem gewöhnlichen Ansehen blau-gelb ; wenn man aber das Gefäß, worin er sichbeflndec. zwischen das Licht und das Auge hält,gelbrorh.

§- 7o.

Wie gehet es zu, daß Körper jhre Farbeverändern? Wenn die Mischung der Theile einesKörpers eine solche Veränderung erleidet, daßdadurch zugleich die Anziehung seiner Theilchengegen gewisse Arten der einfachen Strahlen ge-ändert wird, d. h. daß er nun andere Arten