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§. no.
Ehe wir uns mik der Anwendung ph» fi-sch er und chemischer Grundsätze auf dieHervorbringt»^, Verschönerung und Befestigungder Farben beschäftigen können, ist e6 nothwen-dig jene Grundsätze vorher selbst zu entwickeln.
§- m.
Alle uns umgebende Dinge lassen sich inzwei verschiedenen Zuständen betrachten; einmahltsolirt (einzeln), oder zweitens mit ein-ander in Verbindung. Werden die Dingeals einzelne für sich allein dastehende Gegen-stände, gleichsam im Zustand der Ruhe betrach-tet, und nur blos diejenigen äußern Merkmaledavon betrachtet, nach welchen sie mit einanderübereinstimmen, oder durch welche ste sich voneinander unterscheiden, so neinn man die Sum-me dieser Erkenntniß historische Natur-kunde, Naturbeschreibung oder Natur-geschichte. Werden aber die Dmge als aufeinander einwirkend, beziehend auf einander be-trachtet, die Ursachen aufgesucht, durch welchesie aufeinander wirken, und insbesondere, welcheVeränderungen durch das wechselseitige Einwirkenderselben auf einander in denselben hervorgebrachtwerden, so nenät man den Inbegriff dieser Kennt-nisse wissenschaftliche Naturkunde.
§. 112 .
Wisseuschaftliche Kenntniß der Natur mußalso sich auf die Betrachtung der Wirkungen,welche in der Körperwclt statt finden, beziehen,und vorzüglich die denselben zum Grunde liege»-