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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
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seht man die Kenntniß der astgemcincn Eigen,schaften der Materie voraus, indem in derselbennur untersucht wird, welche Eigenschaften dieeine Materie von der andern auszeichnet, odervielmehr wodurch sich verschiedene Mate,rien von einander unterscheiden.

Hypothesen über das Wesen der Materie.

§ 121 .

Ueber die Entstehung oder das Wesen derMaterie ß^d vorzüglich zwei Meinungen derMetaphysiker zu bemerken. Die ältesten Mela,Physiker nahmen an, die Materie sey eine Zu-sammensetzung aus unendlich kleinen, festen, schwe-ren, undurchdringlichen Theilen, welche sie Ato-me nannten. Die Hauptsätze dieser Lehre sindetwa folgende: i) die Materie ist absolut un,durchdringlich. Im Atome selbst, dem Einfachen,liegt nichts was weichen, oder auf einen kleinernRaum beschränkt werden könnte. 2) Jeder Kör-per ist eine Zusammenhäufung von Aromen undleeren Räumen. Die Porosität ist demnach einegrundwesenrliche Eigenschaft der Materie. AllesZusammendrücken der Materie besteht in derVerengerung der leeren Räume, und dem da-durch bewirkten Zusammenrücken der Atome.Z) Die Materie ist nicht ins Unendliche thcilbar.Man kömmt nähmlich, so weit die Theilung inGedanken immer fortgesetzt wird, auf das Ein-fache, auf die Atome, deren Menge, so groß sieimmer seyn mag, doch auszählbar seyn muß.4) Die Dichte und Lockerheit der Materie hängtnur allein von der mehr oder weniger großen