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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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110
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§. I5l.

Gewöhnlich besteht der Aräometer aus eirnem hohlen, oder sonst nicht zu schweren maßt«ven Körper, so eingerichtet, daß er vollkommensenkrecht schwimmen, und in solchen Flüssigkeiten,die man prüfen will, nur zum Theil einsinkt.Deshalb muß er stets so groß seyn, daß beimgänzlichen Einsenken in Flüssigkeiten, allezeit mehrFlüssigkeit aus der Stelle getrieben wird, alsdas ganze Werkzeug wiegt, weil es sonst nichtschwimmen könnte. Am besten wird der Arao«weler von Glase verfertiget, weil sich dieses amleichtesten reinigen läßt, und von den Säurennicht angegriffen wird. In verschiedenen Fällenaber kann man es auch von Messing oder Stl»bcr verfertigen lassen. Seine Gestalt ist cimve»der durchaus zylindrisch, oder auch bauchickt.In diesem Falle ist der Bauch entweder kugcl»förmig, oder walzenförmig, und hat, damit dasInstrument senkrecht scheine, unter sich einenSenker, d. i. ein Behältniß, zu Blerschroot,Quecksilber oder einer andern schweren Masse,um den Schwerpunkt lief genug nach unten zubringen. Nach oben geht aus der Achse desBauchs eine sehr dünne, walzenförmige S a igc,der Hals, aus, a» welchem die Grenze, dasZeichen, bemerkt ist, bis zu welchem das In-strument sich einsenken muß. Sein absolutes Ge-wicht muß etwas kleiner seyn, als das einesgleichen Volums der leichtesten Flüssigkeit, diedamit geprüft werden soll, damit eS in keinerFlüssigkett ganz, sondern in leichtern nur tieferals in schwerern untersinke.