Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
123
JPEG-Download
 

I2Z

nahm ehemals an, daß diese Kraft der Ver-wandtschaft nicht zwischen allen Körpern gleichstark sei), sondern von o an eine große MengeGrade durchlaufe, mithin stärker oder schwächersey. Wenn zwischen zwei heterogenen Körpernder Grad der Verwandtschaft gleich c>, so fandgar keine Verbindung zwischen beiden statt, z. B.Wasser und Oel. wie lange man solche auch miteinander schütteln mag, immer trennt sich dasOel wieder von dem Wasser.

tz- i8o.

Wenn zwischen zwei Körpern aber a und b,ein bestimmter Vcrwandllchaftsgrad statt findet,so erfolgt eine Verbindung aV, kömmt zudieser Verbindung aber ein dritter Körper ehinzu, dessen Verwandtschaftsgrad größer zu aoder zu I) ist, als der zwischen u und la statt fin-dck, so wird er sich entweder mir « oder mit bverbinde», und in dem einen Falle wird u, indem andern I) ausgeschieden werden. Z. B.Salpetersäure (u) Bleioxyd (la) verbinden sichmit einander zu salpetcrsaurcn Blei (^) vermit«telst der Verwandtschaft, kömmt zu dieser Ver«bindung Kali (r:) so verbindet es sich mit derSalpetersäure, und das Bleioxyd wird abge-schieden.

.V salpetersaurcs H Salpeierjäure u Kali

Bleioxyd < Bleioxyd b

§. iZl-

Man schreibt nur demjenigen Körper einenähere Verwandtschaft zu einem dritten z», derjenem aus dieser Verbindung ausscheidet; so ist