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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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125
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1. DieVerwandtscbaftskrafte einesStoffes gegen mehrere andere sind inHinsicht der Größe sehr verschieden.Man wird z B. finden, daß von derselbenSaure in derselben Zeit, das eine Metall leich-ter aufgelöst wird als ein anderes.

2. In je mehrern Punkten sich dieKörper berühren können, um so thäti«ger ist die Verwandtschaftskraft in je-dem gleichen Theile der Zeit. Daherwirken die Körper um so lebhafter auf einander,wenn sie, oder wenigstens einer von ihnen, infiüsngcn Zustand versetzt wird; die Wirkung wirdferner sehr befördert, wenn der eine durch nie»chainsche Mittel äußerst fein zertheilt worden ist,weil dadurch die Berührungspunkte vermehrtwerden.

z. Die ungleichartigen Körper wel-che sich vermittelst der Verwandtschaftmit einander verbinden, bilden einGanzes, welches neue Eigenschaftenbesitzt, die den den Eigrnschaften, welche einemjeden Körper vor der Verbindung zu kamen,mehr oder weniger, und oft ganz verschieden sind.

4. Die Verwandtschaften erfordern»inen gcwrssen Zustand der Tempera-tur, welcher ihre Einwirkung langsa-mer oder schneller macht, vernichtetoder verstärkt; ja bei einer Veränderung derTemperatur kann sogar das Gegentheil erfolgen.So zerlegen sich z. B. schwefelsaures Nairum,(Glaubersalz) und salzsaures Kali (Digesttvsalz)in einer Temperatur über dem natürlichen Ge-frierpunkte, und es werden salzsaures Natrum(Kochsalz) und schwefelsaures Kali gebildet; di«