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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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129
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sige Körper dehnen sich verhältnißmäsiig stärketauü als feste. Diese Eigenschaft hat auf dieEntdeckung eines Instruments geführt vermittelstwelchen wir die größere oder geringere Mengedes freien Wärmestoffs beurtheilen können. Die»ses Instrument heißt ein Thermometer (Wär,memesser) und ist ein überaus nützliches Instru»menl, das auch dem praktischen Künstler unenttbehrlich ist.

§. 190.

Thermometer sind gewöhnlich hohle, an demeinen Ende zugeschmolzene, an dem andern abermit einer hohlen Kugel, oder auch einem walzen»förmigen Behälter versehene Glasröhren. DieKugel und ein Theil der Röhre werden mitO.ueckfilber, oder auch wohl mit einer anderntropfbaren Flüssigkeit gefüllt. Wird die gefüllteKugel einem heißen Körper genähert, so dehntsich die darinue befindliche Flüssigkeit aus undsteigt in der Röhre, indem sich das Volumender Flüssigkeit vermehrt. Dringt man sie aberMit einem kältern Körper in Berührung, so ziehtsich die darinue befin iiche Flüs rgkeit zusammen,und fällt in der Röh'e. Das Steigen in derRöhre zeigt also eine Zunahme, oder Vermehrrung des freien WarmestoffS, das Fallen ein«Verminderung des Wärmestoffs in den auf dasThermometer wirkenden Körpern an.

§ 191.

Ob man gleich fast jede Flüssigkeit zur Fältlung der Thermometer gebrauchen könnte, so,gibtman doch jetzt mit Recht allgemein dem Queckesilber den Vorzug, weil dieses Metall sich ziem»

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