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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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130
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ltch gleichförmig ansdehnt, was der Fakt bei an-dern Flüssigkeiten nicht ist, und auch die Aus-dehnung so bedeutend ist, daß sie eine deutlicheEtntheilung in mehrere Grade gewährt.

§. 192.

Um übereinstimmende Thermometer zu er-halten hat man auf jedem Thermometer zweifeste Punkte für die Hitze und Kälte angenom-men, daS heißt zwei Punkte, die sich auf zweiebenfalls feste, oder unter bestimmten Umstandenstets gleichbleibende Zustände des Wassers grün-den. Der unterste heisst der Gefrierpunkt,Frostpunkt, Eispunkt und bestimmt denZustand der Ausdehnung des Quecksilbers beider Kälte wobei das W-sser gefriert, oder derScbnce schmilzt. Der zweite wird der Siede-punkt genannt, und bestimmt die Ausdehnung desQuecksilbers bei der Warme, wobei reinesWasser siedet.

§. ! 93 .

Wird hierauf der Abstand zwischen beidenPunkten in eine beliebige Anzahl gleicher Theilegetheilt, so entsteht eine Gradleiter oderSkale, auf welcher bet jedem Thermometer,wclcbcs auf gleiche Art eingetheilt ist, die Aus-dehnung der darinne befindlichen Flüssigkeiten,denselben Grad der Temperatur anzeigt, sobaldjedes einem Kö -per von derselben Temperaturgenähert, oder mit ihm in Berührung gebrachtwird. Alle auf gleiche Art eingetheilte Thermo-meter müssen, wenn sie richtig sind, von einemKörper einerlei Temperatur anzeigen, und kön-nest ^dadurch' ststrer einander verglichen werden.