Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
155
JPEG-Download
 

l55

wichtige Erscheinungen, sowohl in Ansehung derJnkensrtät (d. h.-die Stärke mit welcher dieKörper die elektrischen Erscheinungen zeigen),al« auch in Ansehung der fernern Fortleitungund Wirkungsart der Elektrizität.

§. 232.

Wird die Elektrizität urspringlicht in nicht«leitenden Körpern durch Reibung erregt,und durch vollkommene Leiter mitgetheilt,oder fortgelcitet, so werden alle durch dieselbenbewirkten Erscheinungen insgemein durch denAusdruck Elektrizität, oder gemeine Elek»triz,«äk bezeichnet.

Ist aber die Elektrizität in leitendenKörpern von heterogen erArt durch bloßeBerührung erregt, und durch einen unvoll«kommenen Leiter von besonderer flüssigerBeschaffenheit abgeleitet, fo wird sie selbst,und alle aus ihren Wirkungen hervorgehendenErscheinungen nach ihrem Entdecker (AloysGaivani) durch die Ausdrücke GalvanischeElektrizität, Galvanismus, bezeichnet.

§. 233.

Es sind also Elektrizität und Galvanismus,nicht ihrem Wesen nach, sondern nur in derIntensität ihrer Wirkungen, so wie darinnenunterschieden, daß erstere von ihrer urspringlichenO.uelle durch einer vollkommenen Leiter abgclci«tel, weder an ihrer Stärke, noch an unvollkom-menen Leiter abgeleitet ,st, und in ihrer Inten-sität sowohl als auch in ihren Wirkungen versändert erscheint.

/