ist 740 Mahl leichter als das Wasser, undschwerer atS die atmosphärische Luft. Dringtman einen glimmenden Spähn in dieses GaS,so lodert es zur hellen Flamme auf; der nochglimmende Dacht einer Kerze entzündet sich sehrlebhaft wieder, und alle Verbrennungserscheinun»gen gehen in diesem Gas mit einer außerordent»lichcn Schnelligkeit, und einer prächtigen Licht«entwickelung von statten. Bringt man ein Stück»chen brennenden Phosphor in das Sauerstoffgas,so verbrennt er darin mit einem so hellen Licht,daß die Augen davon wie von der Sonne ge»blendet werden. Im Wasser lö>ct sich das Sauer»stoffgäs nicht auf.
§. 246.
Die Köper welche im Sauerstoffgas ver»brennen ziehen wahrend dem Verbrennen denSauerstoff aus dem GaS an, und der Wärme»stoff des Gas wird frei. Die Verbrennungbesteht also in nichts andern als in einer Zerle»gung des SauerstoffgaS, und brennbare oder ver»brcnnliche Körper sind solche die eine große An»ziehung zum Sauerstoff haben. Hat ein Körpersich mit SMierstsssgas gesättigt, so hört er aufbrennbar zn seyn. Fast alle Köper die nichtbrennbar sind, enthalten schon Sauerstoff.
§. 247.
Die Verbindung eines brennbaren Körpersim Sauerstoffaas ist nun entweder blos mitWärme, oder mir Warme und Licht verbunden,je nachdem der brennbare Körper Lichtstoff in sei»ner Grundmischung enthielt oder nicht. Zmersten Zille nennt man die Verbrennung gewöhn»