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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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172
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und stopfe die Flasche zu. Die Kohle wird per«brennen, und sich mir Asche bedecken, endlichverlöschen, oder auch wohl, wenn SaucrstoffgaSqenua vorhanden war, und die Asche fleißig ab«geschüttelt wird, ganz verschwinden. Nachdemdie Flasche abgekühlt findet man darinne Koh»lenstoffsäure d. h. die Verbindung aus Sauer«stoff und Kohlenstoff in Gestalt eines Gas. Die«ses Gas besitzt folgende Eigenschaften: r) es istschwerer als atmosphärische Luft, als Sauerstoff«gas, und als Stickstoffgkis. 2) Drcnncnde Kör«per verlöschen darinne; z) Thiere ersticken dar«inne; 4) es röchet die Lakmustinktur; 5) eStrübt das Kalkwasser; 6) es löset sich im Was«scr auf, und einweicht daraus bei dem Kochenwieder.

§. 270.

Die Kohleustoffsaurc finden wir schon häufiggebildet in der Naiur; sie macht z. B. einenBestandtheil der Säuerlinge, oder natürlichenSaue, Wasser z. B. des Selierwassers ». a. aus,und ertheilt ihnen den säuerlichen Geschmack,und das Prickeln auf der Zunge; auch findet stesich fast in jedem Brunnenwasser in größereroder geringerer Menge; freilich merken wir ihrDasepn um so weniger, je mehr sie andere Subrstanzen aufgelöst hat, und dadurch gleichsam ver«steckt worden ist. In vielen Körpern des Mi«ncralreichS ist schon gebildete Kohlcnstoffsäurc cnt«halten, und läpc sich leicht daraus ablchciden.Glühet man z. D. Kreide in einer Retorte diemit einer Röhre verbunden ist (auf die Art wiewir bei der Bereitung des Saucrstoffgas ausBraunstein angegeben haben), so erhallen wir