Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
197
JPEG-Download
 

197

in Berührung kömmt, weil diese nie frei vonKohlenstoffsäure ist, daraus ergibt sich die Noth,wendigkcir das Kalkwasser in gut verstopften Fla«scheu aufzubewahren.

§- 3iY-

Der Kolk ist für die Färberei von großerWichtigkeit, er dienet nicht blos dazu die andernAlkalien ätzend zu machen, sondern das Kalkwas-ser selbst wird zum Nüanzircn der Farben, undzum Bleichen angewendet, wie wir in der Folgesehen werden-

Von dem Barit.

§. 320.

Auch per Barit kömmt in der Natur stetsin Verbindung mit andern Körpern vor, aberbei weitem nicht so häufig wie der Kalk, auchhat man den Barit bis jetzt weder im Pflanzen,reiche, noch im Thierreiche als Mischungskheilangetroffen, sondern blos im Mineralreiche. Hierfinden wir ihn entweder in Verbindung mit Koh-lenstoffsaure oder mit Schwefelsäure verbunden.Im ersten Zustande wird der Barit in Englandin der Grafschaft Lancashire, und in Wallis an-getroffen und Whikerit genannt; im letzter»Zustande aber kömmt er unter den NamenSchwerspath auch in Deutschland häufig vor,vorzüglich in Sachsen, Schwaben, am Rhein ,auf dem Harze und in Tyrol.

§. 321 .

Um den Barit rein darzustellen muß manerstlich einen reinen kohlenstvffsauren Barit (Whi-