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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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Von der Berillerde.

§. Z6o.

Die Berillerde, Glycinerde oderSüß erde ist erst in den neuern Zeilen entdecktworden, und macht einen Bestandtheil des Berrill's und des Smaragds, zweier Edelsteineaus, und ist zur Zeit »och äußerst selten; dochsteht zu erwarten, daß man sie vielleicht noch inmanchen andern Fossilien antreffen wird.

§. 36i.

Die Berillerde löset sich leicht in den Sau«rcn auf, und gibt damit Verbindungen die einensüßen Geschmack besitzen, hiutcnnach aber herbeschmecken. Die Erde ist weiß, leicht, im reinenZustande geschmacklos und farbenlvs, und fürsich im Feuer nicht schmelzbar. Sie löset sichim ätzenden Kali und im kohlenstoffsaurcn flüsisigcn Ammoniak (§. Z99.) auf. Siedet manletztere Auflösung, so fällt sie aus der Flüssigkeitwieder in Gestalt eines kristallinischen Staubeszu Boden.

Von der Attererde.

§. 362.

Diese Erde, die man auch »ach ihrem Entrdeckcr Gadvlinerde nennt, findet sich im Ga«dolinit, einer schwarzen schweren Steinart imNtterbyschen Steinbruche zu Roslagen in Schwerden. Sie kömmt in sehr vielen Stücken mirder Berillerde übcrein, zeichnet sich aber durchandere Eigenschaften wieder von derselben aus.