218
verschieden ist. Schmilzt man Z bis 4 TheileKieselerde mit einem Theile Kali oder Natrumbei gehörigem Feuer zusammen, so entsteht dar«aus die Verbindung die wir Glas nennen, unddie im Wasser und in Säuren unauflöslich ist.Dieses Glas ist weiss und farbelos, wenn dieKieselerde und das Kali rein von Metalloxndcnwaren, gefärbt aber, wenn es solche enthält.So verdankt z. B. das grüne Boutcillenglasseine Farbe dem Eisenoxyde. ,
§. 368 .
Schmilzt man umgekehrt Linen Theil Kieiselerde mit vier Theilen Kali in einem Tiegelso lange bis die Masse nicht mehr schäumt, undgießt sie dann aus, so findet man nach dem Er«kalten auch eine dem äußern Ansehen nach glas,artige Masse, die aber scharf und ätzend schmeckt,an der Lnft Feuchtigkeit anzieht, und sich inzwei Theilen, kochendem.Wasser. vollkommen aus«löst.. Dies«: Auflösung wird Kicsclfeuchtrg«kc.it genannt. Säuren schlagen die Kieselerdedaraus in Gestalt einer schlüpfrige» gallertartigenSubstanz nieder, die aber beim Austrocknen wie,der verhärtet, und nach dem Auslaugen einereine Kieselerde darstellt. Zst die Kicsclfeuchtig»kcit mit vielem Wasser verdünnt, so erfolgt betdem Zusah einer Säure kein Nicdcrschlao, wennman aber die Mischung durch Abdamvfcn wiederin die Enge bringt, so kömmt der Nicderschlagzum Vorschein.
§- 369.
Fast alle Potasche enthalt etwas Kiesel«erde, ja sie ist oft ganz absichtlich damit ver«