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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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231
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zu machen versetzt man es gewöhnlich mit Kupferoder mit Silber. Da die Federkraft des Gol«des gering ist, so besitzt eS auch wenig Klang.Aber desto bedeutender ist die Dcdnbarkeit dcftselben, und'es übertrifft in dieser Rücksicht astebekannte Metalle. Nach den Verlachen undBerechnungen welche Wallcrius, Neaumurund andere Naiurfvrscher angestellt haben, kannman mit 2 Loth Gold einen Silverfaden ver-golden der 444 französische Meilen lang ist.

§. 394 -,

Das Gold schmilzt im Feuer erst nach demGlühen mit einer schönen Aquamarinfarbe. Esverliehrt aber dabei nichts am Gewichte, nocherleidet es sonst eine Veränderung. Kunkelhatte die Gednld das Gold zwei Monate langin einem Glasofen im Fluß zu erhalten, ohnedaß es eine Veränderung erlitt. In dem Brenn-punkt großer Brennspiegel aber fangt es an zudampfen, und sich wirklich zu verflüchtigen. lHß«nhält man eine silberne Platte in bey Dampf,so wird sie vergoldet.

§. 395 -

An der Luft erleidet das Gold ebenfallskeine Veränderung, es läuft zwar vom Oelrauchund andern Dingen an, ohne aber zu rosten,d. h. auf seiner Oberfläche oxydirt zu werden. —Das eigentliche Auflösungsmittel des Goldes istKönigswasser (eine Mischung aus Salpeter-säure und Salzsäure) und die vrydirteSalz«säure. Ist es einmahl oxydirk, so löst es sichauch>in andern Säuren auf. Alle Auflösungen