Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
240
JPEG-Download
 

24O

aber wenn es rothglühend gehämmert wird zer-springt; 5) als Stahl, der durch das Glühenund Ablöschen so harr wird, daß er die festestenKörper, den Diamant ausgenommen, angreift,durch das Glühen aber wieder weich wird.

§. 416-

Zm Grunde gibt es nur ein Eisen, unddie verschiedenen Beschaffenheiten desselben rührenimmer von fremdartigen Dingen her, die nochdamit verbunden sind. Das geschmeidige guteEisen ist reines Eisen, daS Gußeisen enthältEisenoxydul und Kohlenstoff, das kaltbrüchige ent-hält Phosphor, das rothbrüchige Schwefel, auchwohl Eisenoxyd»!, und der Stahl enthält Koh-lenstoff.

§. 4l7-

Das reine Eisen hat einen eigenthümlichenGlanz, und eine Weiße sich ins Graue ziehendeFarbe. Auf dem Bruche ist es lichkgrau, glän-zend, faserig und hackig, und seine Masse scheintaus kleinen Körnchen und Dlätichen zu bestehen.Sein specifisches Gewicht ist 7,700, und seineHärte sehr groß. Es besitzt eine große Dehn-barkeit, und läßt sich zu sehr feinem Drahteausziehen. Im Feuer wird es schon in emergeringen Nothglühhltze oxudnlirr, und in einschwarzes Eisenoxydul verwandelt, das gc--wühnlich Hammerschlag genannt wird. Es kannsich aber auch mit einem Waximum von Sauer-stoff verbinden, und stellt da»» ein rothbrau-nes Eisenoxyd dar.

§. 4ltz-