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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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§. 440 -

Der reine Nickel ist so strengflüsstg wie diePlatina. — Setz! man die Metalivryde des Nickelsfür sich dem Feuer aus, so verliehren sie ihrenSauerstoff und kehren in metallischen Zustandzurück, um aber zu schmelzen erfordern sie denheftigsten Feuersgrad des Porcellainofens. Ent-halt der Nickel hingegen noch Arsenik, oderandere Metalle, so stießt er im Feuer leichter.

§- 44r-

Das vorzüglichste Austösungsmittel des Nickel-ist die Salpetersäure, doch löset sich derorydulirte Nickel auch leicht in den andern Säu-ren auf. Alle Auflösungen des Nickels in denSäuren besitzen eine grüne Farbe.

Von dem Kobalt.

§- 442 -

Der Kobalt ist ebenfalls ein eigenthüm-liches Metall, das gewöhnlich in Verbindung mitandern Metallen, vorzüglich mit Arsenik, Eisenund Nickel vorkömmt, von welchen es auch nurdurch mühsame chemische Arbeiten zu befreienist. Gediegenen Kobalt h»t man noch nicht inder Narur angetroffen. Das was man im Han-del gewöhnlich Kobalt nennt ist eigentlich daSKobalterz, aus welchem erst das reine Metalldargestellt werben muß. Auch nennt man nochim Handel eine ganz andere Substanz LoLultuinoder Fliegen stein; diese aber mit demwahren Kobalt ebenfalls nicht zu verwechseln.