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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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um da« Wasser vom Bodensatze abzulassen.Man muß sich freilich hüten zu viel Potachcn,auflösung hinzuzusetzen, weil sonst das Wassermanche Farben wieder nüanziren könnte. ZurBleicherei ist ein solches durch Potasckc ge-reinigtes Wasser aber ganz vorzüglich geeignet.

§. 505.

Da übrigens das Wasser ein Auflösung«-Mittel so vieler salzichten, gumnügen, gallertar-tigcn und andern Materien ist, und vorzüglichzur Ausziehung der Pigmente bei der Zuberei-tung der Färbeflotten eine große Rolle spielt: sofleht man leicht ein, wie unentbehrlich das Was-ser in der Färbekunst und Druckerkunst ist, mndwie sehr man bet der Anlage einer Färberei oderDruckerei auf die Nähe und Menge eines mög-lichst reinen weichen Wassers Rücksicht zu neh-men hak.

Von dem Alkohol.

§. 506.

Alle geistige Flüssigkeiten z. B. Wein,Dranndtewein, Mcth, Bier rc. enthalten einengemeinschaftlichen Bestandtheil, der sich aus ihnensämmtlich ausscheiden läßt, und der sich, wenner nur hinlänglich von andern fremdartigen Stof-fen befreiet ist, immer gleiche Eigenschaften be-sitzt, so sehr übrigens die Flüssigkeiten, aus denener ausgeschieden worden ist in Farbe, Geruch,Geschmack, Haltbarkeit und andern Eigenschaftenverschieden seyn mögen. Dieser den geistigenFlüssigkeiten gemeinschaftliche Bestandtheil wirdAlkohol genannt.