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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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277
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Der reine Alkohol zeichnet sich durch fol-gende Eigenschaften aus: er ist flüchtig, und be-sitzt einen eigenen starken durchdringenden Geruch;er laßt sich in der Wärme leicht destilliern, undverflüchtiget sich früher als das Wasser; er be-sitzt einen scharfen brennenden Geschmack; erläßt sich in jedem Verhältnisse mit Wasser ver-mischen ; er läßt sich leicht entzünden und brenntmit bloßer blauer Flamme ohne Rauch und Rußzu geben; er ist ein Auflösungsmittcl der Seifen,der flüchtigen Oele, der Harze und mancherPigmente.

§. Zo8-

Der Alkohol ist kein einfacher Stoff, son-dern eine Zusammensetzung aus Wasserstoff,Kohlenstoff, Sauerstoff und einer sehrkleinen Menge Stickstoff. Wenn er ganzohne alles Wasser ist, so ist sein specifisches Ge-wicht gleich 0,791. Er laßt sich aber nur mitMühe in einem solchen wasserfreien Zustande dar-stellen, und zu den wenigen Arbeiten wozu ihnder Farbckünstlcr bedarf, braucht er nicht diesenGrad der Stärke und Entwässerung. In unsernGegenden gewinnt man ihn am wohlfeilsten ausdem gemeinen Brann bewein. Man füllteine Dcstillirblase auf H mit Branndewein an,setzt den Helm auf, lunrt die Fugen und bringtihn zum Kochen; die Destillation muß langsamgeschehen, so daß das Destillat gut abgekühltnur wie ein dünner Strahl in die Vorlage über««ließt. Mau wechselt die Vorlage fleißig, unddestiUitt so lange bis das Nebergchende ansängt