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nämlich den Schwefel mit einem Zusatz von Sal«peter in großen bleiernen Behältern, in welcheman Wasserdanipf leitet. Der Schwefel vcrbin»der sich während dem Verbrennen mit dem Sauer»stoffe der Luft zur Schwefelsäure, und diesewird vom Wasserdunst absorbier, und verdicktersich nun zu einer wässerigen Schwefelsäure, diedurch Abziehen in großen gläsernen Retortenkonzentrier wird; durch das Sieden verflüchtigetsich nämlich das Wasser womir die Säure ver»dünnet ist früher, und die starke Säure bleibtzurück. Da man in England zuerst auf dieseArt Schwefelsäure bereitete, so führt sie nochjetzt den Namen englische, ob man sie gleichin Deutschland , und fast allen andern Ländernebenfalls bereitet.
§. Zl6.
Die Schwefelsaure macht sowohl für sich,als auch in Verbindung mit einigen andern Subrstanzen einen sehr wichtigen Gegenstand der §är»bekunst aus. Da nun die käufliche oft vonschlechter Beschaffenheit vorkömmt, so muß manbei dem Ankaufe sie vorzüglich prüfen, UM sichvon ihrer Güte zu überzeugen.
§- 517 -
Die Güte und Brauchbarkeit einer Schwerselsäure zur Färberei wird bestimmt:
1) durch ihren wasserfreien Zustand, und diedavon abhängende Stärke.
2) durch ihren Mangel an fremden Bei»Mischungen.