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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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§. 518 -

Die Starke oder die Konzentrationeiner Schwefelsäure kann und muß man durchzweierlei Wege bestimmen: einmal durch dieNeutralisation mit Kali, zweitens durch Bestim-mung ihres specifischen Gewichts.

§. 5 - 9 -

Die Neutralisation mit milden trocknemKali ist deshalb nöthig, weil betrügerische Fabri-kanten ofimahlS verschiedene Salze z. B. schwe-felsaures Kali und Glaubersalz in dieser Säureauflösen, und so ihr specifisches Gewicht vermeh-ren. Daher die Bestimmung des specifische»Gewichts dieser Säure allein nicht hinreicht ihrewirklich gute Beschaffenheit zu beurtheilen.

§- 520.

Die Neutralisation stellt man auf folgendeArt an: Man wiegt eine beliebige Menge derSäure ab, z. B. Zoo Gran, und verdünnetsolche mit dem zehnfachen Gewichte dcstillirtemWasser, so ist in der verdünnten Säure, einTheil konzentrirtc mit iv Theilen Wasser ver-bunden. Jetzt wiegt man von der verdünntenSäure wieder eine beliebige Menge z. D.Zoo Gran, in ein hohes Arzneiglas ab, undsetzt nun in kleinen Antheilen so lange trocknegereinigte Potasche hinzu, bis kein Aufbrausenmehr einsteht, die Flüssigkeit nicht mehr basLakmuspapicr roth macht, aber auch das Kurku-mäpapier nicht verändert. Je mehr eine solcheSäure gereinigte Potasche zur Neutralisationbraucht, in Vergleichung gegen eine andre Säure,