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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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295
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Ihre Reinheit prüft man auf die oben angegerbene Art (§. 540.) übrigens muß eine reineSäure auch ganz verdampfen, wenn man sie ineinem Porzcllainschälchen dem Feuer aussetzt.

An merk. In meiner chemischen Fabrik ist Sal-petersäure von allen Graden der Starke, so wieauch von höchster Reinheit zu haben.

§. 547 -

Die Salpetersäure ist unter allen Saurendiejenige welche ihren Sauerstoff am leichtestenabseht, und daher rührt auch ihre große Wirktsamkeit. Kömmt sie mit Stoffen zusammen dieSauerstoff aus ihr annehmen, so geht sie ent<weder in den Zustand der salpe reichtenSäure über, oder sie verliehrt noch mehrSauerstoff, und wird dadurch in ein Sticktstoffoxtd verwandelt, das wir Salpetcrgaünennen, oder in manchen Fällen verliehrt siewohl allen Sauerstoff und ihre Basis der Sticktstoff, entweicht gasförmig. Eine solche vollkomtmene Zerlegung erleidet die Säure gewöhnlich,wenn sie an eine Basis z. B. an Kali, Nattrum rc. verbunden ist und einer hohen Temperratur ausgesetzt wird. Die gewöhnlichste Zersetzungist aber die, wo sie so viel Sauerstoff verliehrt,daß sie in dem Zustande eines Gas, als Salrpelergas erscheint.

§. 548 -

Man übergieße z. B. Kupferspähne mirverdünnter Salpetersäure in einer gläsernenFlasche durch deren Stöpsel eine gekrümmteRöhre geht (s. II. kiZ. z.), die mit dem