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selbe Sauerstoff absetzt, und so Ihr Mischlings«Verhältniß abändert. Daher hat man auch dieSalpetersäure für sich als ein färbendes Mittelgebraucht für wollene und seidene Zeuge,wie Fabront, Gmelin und Baume dieseszuerst zeigten. Man färbt wollene und seideneStoffe dauerhaft gelb, wenn man sie mit einerMischung aus einem Theile mäßig? starker Sal«perersäure und 32 Theilen gereinigtem Weingeist(§. 529.) erhitzt. Die Tiefe der Farbe ist vonder länger» oder kürzern Zeit abhängig welcheman die Substanzen in der Mischung gelassenhat. Der Weingeist verhütet die zerstörendenEinwirkungen der Säure.
§> 55l-
Nach Hermbstädt's Erfahrungen, vonderen Richtung ich mich durch eigene Versuchezu überzeugen Gelegenheit hatte, kann man jeneSubstanzen auch gelb färben wenn man sie ineinem hölzernen Kasten aufhängt, in welchen mandurch eine Ocffuuug den Hals einer Retortesteckt, in der sich Kupfer oder Eisen und mäßigestarke Salpetersäure befinden. Wenn die Zeugeeine hinlänglich gelbe Farbe angenommen haben,werden sie durch eine schwache Lauge gezogen,und dann gut ausgewässert.
§- 552 .
So dauerhaft manche Pflanzenptgmente sind,unk so sehr sie auch der Einwirkung andererSubstanzen widerstehen, so werden sie doch stimmt«kick durch die Salpetersäure zersetzt. Selbst derso beständige Indigo wird von der Salpeter«säure zersiöhrt, und in ein gelbeö Harz verwan«