393
mit den meisten Harzen zusammenschmelzen. Esbesitzt eine mehr oder weniger gelbe Farbe, diees aber durch das Bleichen verlieh«. Das ge«bsiichke Wachs ist fester und harter, als das un<gebleichte, und brennt besser. Bei der trocknenDestillation wird es zersetzt.
Jndigstoff.
§. 738 -
Der im Handel vorkommende Indigo istein Satzmehl eigener Act, dessen Bereitung inder Folge unter den Farbeivaacen näher beschrie«bcn werden wird. Dieser Indigo besteht auseinem eigenthümlichen Farbestoff, den wir In»digüoff nennen wollen, und verschiedenen fremd«artigen Theilen z. B. Extraktivstoff, Harz. Kalk,Talkerde rc. Wenn man den Indigo fein ze«reibt, dann zu wiederholten Mahlen mit Wasserauskocht, hernach mit Alkohol üigerirt, dannmit verdünnter Salzsäure behandelt, und wiedermit Wasser auskocht und trocknet, so bleibt derreine Jndigstoff zurück. Dieser besitzt eine ganzdunkelblaue Farbe, und folgende Eigenschaften:r) Er sublimire sich in purpurfarbenen Nadeln,wenn er schnell erhitzt wird, doch wird der größteTheil zerstöhrt. 2) Im Wasser ist er unauflös«lich. 3) Alkohol nimmt im siedenden Zustandeeine kleine Menge auf, läßt ihn aber bei demErkalten wieder fallen. 4) Verdünnte Säurengreifen ihn nicht an, ausgenommen Salpeter-säure und oxioirke Salzsäure, die ihn zcrstöhren.5) Konzentriere Schwefelsäure löset ihn auf, undgibt mir Wasser verdünnt eine vortrefflich blaue