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1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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395
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len zusammengesetzt. Die Grundstoffe derselbensind größrentheils Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauer,stoff, Stickstoff, Phosphor, Schwefel u. s. w.Doch finden wir hier den Stickstoff und denPhosphor weit häufiger wie im Pflanzenreiche.Wir werden hier nur diejenigen animalischenStoffe betrachten, die in näherer Beziehung mitder Färbekunst stehen.

Gallerte.

§. 74l.

Fast alle thierische Substanzen enthalteneinen eigenthümlichen Bestandtheil, den manGallerte nennt, und der sich aus denselbendurch Kochen mit Wasser mehr oder weniger reindarstellen läßt. Das was im Pflanzenreiche derSchleim ist, das ist im Thierreiche die Gallerte.Es gibt aber viele Abänderungen von Gallerte,die jedoch in ihren Haupteigenschaften mit ein»ander übereinkommen, diese sind folgende: i)Die Gallerte ist im kochenden Wasser auflöslich,und gibt damit eine Fleischbrühe; wird dieseeingedickt, so gerinnt sie in der Kälte zu einerhalbdurchsichtigcn zitternden Masse. Trocknetman diese ganz aus, so bildet sie eine Massedie wie Horn aussteht. Der gemeine Tisch,ler leim ist eine solche durch Auskochen ausHauten, Sehnen :c. gewonnene trockne Gallerte.2) in Weingeist und in Oelcn ist die Gallerteunauflöslich. z) Aus ihrer Auflösung im Wasserwird sie durch Gerbcstoff (§.734) niedergeschla-gn. 4) In der Wärme wird die wässerige