Buch 
1 (1814) Physisch- und chemische Grundsätze der Färbekunst / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
Entstehung
Seite
396
JPEG-Download
 

Auflösung der Gallerte bald sauer, und gehtdann bald in Fäulniß über.

§- 742 .

Aus dem Fleische läßt sich die Gallerte leichtdurch kochendes Wasser ausziehen. Die Schirmn»blase des Stöhrs, des Hausens und andererFische besteht fast ganz aus trockner Gallerte, dieim Handel unter dem Namen Hausenblasevorkömmt. Auch aus den zermalmten Knochen,Klauen und Hörnern läßt sich mit Wasser vielGallerte ausziehen.

Faserstoff.

§- 743 .

Der Faserstoff ist ein eigenthümlicherGemengtheil des thierischen Körpers, . der vielAehnlichkeit mit dem Kleber des Pflanzenreichs(§. 717) hat. Wir finden den Faserstoff zwarfast niemahls ganz frei, dagegen aber in allenweichen und festen Theilen des thierischen Kör»pers mit andern Stoffen gemengt. Er ist l)im Wasser unauflöslich; 2) in der Hitze gerinn»bar; Z) löset sich leicht in schwachen Säurenauf, vorzüglich in Essigsäure; 4) verbindet sichmit ätzenden Laugen zu seifcnartigen Gemischen;5) trocknet in der Wärme zu einer hornartigcnSubstanz aus; 6) geht mit Wasser befeuchtetan einem warmen Orte leicht in eine sehr stin»kende Fäulniß, und ist 7) im Alkohol unauf»löslich.