Band 
II.ter Theil.
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Von der wahren Figur der Erde. an

werben, dies hier gruͤndlich auszufuͤhren, wir muͤſſen uns genu-“ Grundſaͤhe zu entdecken, und dadurch daſſelbe aufzu-aͤren. 1Die Erfahrung zeiget, daß ein Waſſertropfen eine ſphaͤri-ſche Figur annimmt, beſonders in freyer Luft; eben das thut dasQueckſilber und die Tropfen anderer fluͤßiger Coͤrper, welche kleingenug ſind, daß die anziehende Kraft der Theilchen gegen einan-der nicht durch aͤuſſere Kraͤfte geſtoͤhret wird. Aus dieſen Erem-peln kann man ſchlieſſen, daß ſich die Erde nach den Geſetzen derchwere zu einer Kugel bilden muͤſſe, wenn ſie gleichartig undfluͤßig iſt, und keine fremde Kraft auf ihre Theile wuͤrkt. Dieskommt mit demjenigen uͤberein, was Newton von der ſphaͤriſchenFigur lehret, daß ſie geſchickt ſey, das Gleichgewicht der Theilezu erhalten, ſo lange die Erde ſich nicht umdrehet.Wenn man ſich nun vorſtellet PEpe ſey dieſe fluͤßige Ku-gel, und daß ſie in Eis verwandelt werde, einen beſondern Ca-nal, welchen man will, ausgenommen, ſo kann man ſich leichtdie Wuͤrkung der Centrifugalkraͤfte vorſtellen, ſo bals die Sphaͤreanfaͤngt umzulaufen. Zum Ex. wenn PC und CE nur fluͤßigſind, ſo ſind ſie gleich groß und im Gleichgewicht, vor der Umdre-hung der Kugel; aber nachdem die Erde ihre Umdrehung an-gefangen, muß CE verlaͤngert werden oder groͤſſer als P wer-den. Eben ſo, wenn man ſich vorſtellet, daß die Roͤhre PDFalleine fluͤßig ſey(vergl.§. 1;s.) Es ſey nun CE bis G verlaͤn-gert, ſo daß PC und CG im Gleichsewicht ſind, ſo iſt die Fra-ge, wie viel oder in welcher Proportion die Laͤnge D vergroͤſ-ſert werden muͤſſe, ihr Gleichgewicht gegen Pl zu erhalten, ſowie in der ruhenden Kugel? Hierauf iſt die Antwort: WennEG:FH= CE:DF, ſo iſt die Sphaͤroide im Gleichgewicht.Denn aus dem Geſetz der Schwere wiſſen wir, daß der Druckder Theilchen in den Roͤhren CE, DF ſich wie ihr Abſtand vonC und F verhalten, und eben ſo verhalten ſich die Centrifu-Weltbeſchr. II. Theil.““ gal-