Von der Groͤſſe der Erde. 8 49
ſchen Stadien an, welches auch Eratoſthenes gethan. Im er-ſtern Falle iſt der Umkreis der Erde 240000 griechiſche Stadien,im leztern 180000 alexandriniſche, welches einerley iſt. Dieſe180000 Stadien geben 5oo fuͤr jeden Grab, welches bey den Erd-beſchreibern ein ſehr bekanntes Maaß war, dem Poßidonius(!),ein zu ſeiner Zeit ſo beruͤhmter Mann, daß der groſſe Pompejuseinen Beſuch bey ihm ablegte, folgte.— MHiebey hatte es mit dem Problem von der Groͤſſe der Erdeſein Bewenden bis g00 Jahre nach Chriſti Geburt, da Almasmon ein arabiſcher Caliphe ſeine Aſtronomen zween ganze Gradein der Ebene Zinjars abmeſſen ließ(m). Sie theilten ſich inzween Haufen, fingen ihre Meſſung an einer Stelle an, und gien-gen der eine gegen Norden, der andre gegen Suͤden und folgteneinerley Meridian. Der nordliche Grad ſoll 565 arabiſche Mei-len gefunden ſeyn, aber der fuͤbliche 56 arab. Meilen. Dieſegrabiſche Meilen ſind uns ſo wohl als die griechiſchen Stadien un-bekannt, und daher kennen wir auch die Geoͤſſe der Erde nicht,welche dieſes Maaß giebt. Man will einen der alten Stadien 1auf 104,13 franzoͤſiſche Toiſen rechnen, welche 113,929 ſchwediſcheaden machen(n). Hiernach wuͤrden 700 Stadien 29630,3ſchwediſche Faden, aber 500 Stadien 56964,5 ſchw. Fad. ausma-chen. Das erſtere iſt fuͤr einen Grad auf der Erde zu groß, unddas andre zu klein. Albategnius giebt 85 antiochiſche Meilenuͤr einen Grad an. Will man hiernach gz antioch. Meilen auf56 oder 365 arab. Meilen rechnen, ſo muͤſte ein Grad ungefaͤhr41943 ſchw. Faden ausmachen(0), ein gar zu kleines Maaß auf1.(h) Ptol. Geog. L. 7. C. 5. Cfr. 1,0941, nach Eckſtroͤms eigener An-„1. C. 7.& rr.— gabe und Original⸗Maaß, wornach(imn) Alfraganus Elem, Aſtron. alle ſchw. Maßſtabe eingetheilet ſind;8. Cfr. Abulfedæ Prol. ad aber Stiernhielms Fuß vethaͤlt ſichdrogr.. zu Eckſtroͤms Fuß wie 1,004 zu 1.
ha) Ein ſchwediſcher Faden ver⸗(°) Wiſſenſch. Acad. Handl. 1280.8 t ſich zum franzoͤſiſchen wie 4 zu 8 b. 8