Von der Groͤſſe der Errde. 63
und ſo bald ſie den Ausſchlag von Maupertuis Berichtigung desUUnterſcheides der Breiten erfuhren, der nicht mit Picards Bogenübereinſtimmte, ſiel der ganze Fehler auf ihn.
8 Nun unterſuchte man alle Meſſungen mit Genauigkeit.Man fand, daß Picard eine gar zu kleine Toiſe gebraucht hatte;
daß ſeine Inſtrumente zu Abmeſſung der Bogen fehlerhaft gewe-ſen; daß er doch durch eine gluͤckliche Erſetzung der Fehler in derganzen Arbeit eine richtige Groͤſſe fuͤr den Grad in Frankreich er-halten. Gleichergeſtalt entdeckte man in Eaßinis Meſſungenvon 1700 und 1716 Rechnungsfehler; daß einige Winkel fehler-haft angenommen worden; daß bey Beſtimmung der Gradbogengehoͤrige Berichtungen unterlaſſen waren; und daß in Ermange-lung der Micrometer, die man bey den aſtronomiſchen Sectornund Quadranten anzubringen anſteng, die aͤltern gebrauchten In-ſtrumente nicht hinreichende Genauigkeit gaben. Der Ausſchlag
dieſer neuen Meſſungen war folgender. Zwiſchen den Paralle-
len von Paris und Amiens an den Orten, wo Maupertuis beob-
achtet hatte, war der Unterſcheid der Breiten 10 1913,1, aber
der geometriſche Abſtand war 58233 8 franz. Toiſen, woraus dieGroͤſſe des Grades in der mittlern Breite von 490 20720,5“ zu
57074,4 fr. Toiſen oder 62445,1 ſchw. Faden gefunden ward,b. ſ. w. wie beygefuͤgte Tabelle ausweiſet.
1““ Zoiſchen
8911111
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